Zur Person
| Nachname: | Kovacs | Vorname: | Franz |
| Pseudonym(e): | |||
| Straße, Hausnummer | |||
| Postleitzahl: | Wohnort: | Sankt Julian | |
| Telefon: | Fax: | ||
| E-Mail: | f-kovacs@web.de | ||
| Web-Site: | |||
| Geburtstag: | 15.9.1949 | Geburtsort: | Saarbrücken |
| Genre: | Lyrik/Prosa/Aphorismen | ||
| Zur Person: | Verschiedene Tätigkeiten in unterschiedlichen Berufen, zuletzt Kaufmann | ||
| Mitglied in literarischen bzw. Berufsorganisationen | VS Rheinland-Pfalz | ||
| Die wichtigsten Auszeichnungen | |||
Werke
| Bücher: |
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| Beiträge: | Verschiedene in: Die Neue Gesellschaft Frankfurter Hefte, 1990 Pegasus, Das Kulturbuch für die Region Rhein-Neckar/ Saar-Pfalz von 1992- 1994 5 Ausgaben mit verschiedenen Beiträge Rhein-Neckar/Saar-Pfalz, 4 Hefte von 1992-1994 Lyrik und Prosa LOG (internationale Literaturzeitschrift Wien) 1994ff., regelmäßige Beiträge Laufschrift, 1995, einmaliger Beitrag Chiffre,1997, einmaliger Beitrag Gegenwind, Augsburg, ab 1997, mehrere Beiträge 1986- 1989 11 Gedichte und 2 Prosabeiträge in der Saarbrücker Zeitung 1988- 2000 26 Lyriktexte im Poesietelefon Saar Ventile Nr. 8 Erscheinungsjahr 1999 Der Herold 1997, 2002, 2004, 2009 verschiedene Beiträge Feuerprobe, 1993, einmaliger Beitrag oda, ort der Augen, 2007, einmaliger Beitrag Schnipsel, 2008, einmaliger Beitrag Der Maulkorb (Literaturzeitschrift Dresden) 2008, 2009 verschiedene Beiträge Gegengift, 1998, Beiträge in drei versch.Heften Müllers Magazin, ab 1997 regelmäßige Beiträge Arbeitskammer des Saarlandes, Heft 5 Mai 1987, Der Arbeitnehmer, 1 Lyriktext Rheinland- Pfälzische Literaturtage 2007 in Montabuar, Plakate mit dem Lyriktext "Zielbahnhof unbekannt" D u m (Nr. 56, 57 ), Langenlois, Österreich 2010 und 2011 Lyrik Maulkorb (Nr. 7 ), Dresden, 2010 Lyrik Ab 2007 Aufnahme in das Literatur- Forum Linksbuchforum im Internet Aphorismen-Beiträge in http://www.aphorismen.de/ |
| Übersetzungen: | |
| Herausgeber: | |
| Mitherausgeber: | |
| Tonträger: | |
| Stücke: | |
| Filme: | |
| Videos: | |
| Rundfunkbeiträge: | |
| Fernsehbeiträge: | |
| Hörspiele: | |
| Fremdsprachlich: | |
| Sonstiges: |
Aus dem literarischen Schaffen
Textprobe:
Der Umgestalter
Eine lange Zeit
verkannte Künstlerpersönlichkeit
erst mit einem Skalpell
machte er die entscheidenden Fortschritte
gelangen ihm
die erstaunlichsten Ausdrucksformen
sein heimlich im Bürgerpark
plaziertes Katzenwiesel
auf Rinderschädelsockel
sorgte für Aufregung
ließ Ekelgefühle aufkommen
aber auch Bewunderung
Insider tippten auf einen
frustrierten Arzt
andere sprachen von einem
sensiblen Kopfschlächter
die Kunstschickeria
behält beide Berufsgruppen
im Auge
lockt mit Riesensummen
in Anzeigen
steigert ihren Kokainverbrauch erheblich
Aus: Schmetterlinge überm Rattennest, 2000
Kontinuierliche Abgänge
Am Ende des
Spektakels
waren alle Asse
ausgespielt
Gewinne
ungleichmäßig verteilt
aber wertlos geworden
als Event angekündigt
zum Drama
ausgeartet
Spielregeln die kaum
überzeugen konnten
angebrannte
zerissene Spielkarten
zwischen Unrat
allerletzte Spuren
Zeltinger Weg
Den nächstliegenden Nachbarn
außer Sichtweise
ertragen zu dürfen
Glücksphantasien
eines lärmgeplagten
alteingesessenen Bewohners
einer von Handwerkern
befallenen
ehemaligen gutbürgerlichen
Vorkriegssiedlung
der Verkauf
seiner renovierungsbedürftigen Haushälfte
wohl in rastlose Handwerkerhände
machte ihn nachdenklich
die Befreiung aus einer
marionettenhaften
sterilen Puppenhausanhäufung
eher hoffnungsfroh
überfallartig
die Bohrerattacke
seines direkten Nachbarn
danach soff er
Aphorismen (Beispiel)
Aus der Hamsterradabhandlung....
Einige Intellektuelle verlassen fluchtartig die "Bewegungsstätte", finden sich desillusioniert im Käfig wieder. Kehren als Zyniker zurück (treten nur noch halbherzig ).
Auszug aus:
Heute ich - morgen du
(oder: Am Ende läuft ein Film im Zeitraffer)
Mona Lisa, zum wiederholten Male brutal vergewaltigt, gab ihr geheimnisvolles Lächeln auf.Es wurde zusehends gewöhnlicher. Ein druidenähnlicher Analytiker in einem pendelnden, goldenenKäfig zwischen zwei Kontinenten erkannte den Anpassungsreflex. Danach brachte er jubilierend seinen goldenen Untersatz durch heftige Schaukelbewegungen in Fahrt. Im Geschwindigkeitsrausch jagte er Jahrtausende vor sich her. Etwa zu selben Zeit übergab sich ein dickbäuchiger, weißgesichtiger Klosterbewohner beim Studium der aufwendig bebilderten Ordenschronik. Dem Anblick der enormen Mengen Heidenfleisches - Kreuzzugsqualität - war er nicht gewachsen. Sekundenbruchteile danach sollte der Bucklige von Notre-Dame zur Jahrhundertfeier der Stadt vom obersten Glockenturm aus die Häuser befruchten. Nachdem dieser empört das Ansinnen der Bürger abgelehnt hatte, gab er verschämt zu erkennen, dass er in naher Zukunft die Freiheitsstatue besteigen wolle. Einen handlichen Segler hätte er seit Tagen in seinem Besitz. Die Bewohner nahmen ihm das übel. Nachdem sie ihn mit größter Anstrengung von ganz oben weggefangen hatten, wurde er rituell kastriert.
Bevor diese beiden bemitleidenswerten Träumer an dem unreinen Heroin endgültig verreckt waren, er- schien ihnen Bruchteile von Sekunden vor ihrem Tod eine vulgäre, tobende, nackte Säuferin; dann ein geschlechtsloser, buckligere Transvestit. Zuletzt ein fleischfressender, rasender Ordensritter auf einem schwarzen Pferd. Die dazugekommene aussätzige Menschenmenge schrie nach einer Kreuzigung.
Zwischen zwei Kontinenten, ganz hoch oben im goldenen, stark schwingenden Käfig schrie der Analytiker hysterisch Beschwörungen. Kurz danach stürzte er fluchend in die Tiefe. Eine lange Phase absoluter Ruhe. Dann wurden die letzten Lichtstrahlen überdeckt.
