"Erzählte Moderne - Charles Dickens"

"Oliver asking for more" aus Oliver Twist, 1837. Illustrator: George Cruikshank
"Oliver asking for more" aus Oliver Twist, 1837.  llustrator: George Cruikshank

"Erzählte Moderne - Charles Dickens" lautet der Titel einer Ausstellung in der Saarländischen Universitäts- und Landesbibliothek, die Einblicke in Dickens´ Schreiben und das Leben in seiner Zeit gewährt.

 

Ausstellungseröffnung:
Do., 4.10., 17 Uhr, Konferenzraum der SULB, Geb. B1 1, 1. Stock;

Ausstellung:
5.10. bis 10.11., Mo. bis Fr. 9 bis 22 Uhr, Sa. 9 bis 15 Uhr, Ausstellungsraum der SULB, Geb. B1 1, Campus Saarbrücken.

 

Die Ausstellung beleuchtet die Themen, über die Charles Dickens in Werken wie Oliver Twist oder David Copperfield geschrieben hat: Kinderarmut, Industrialisierung, Recht und Gefängnis und London, das Zentrum des Britischen Empires, das er in einzigartiger Detailfülle und Lebendigkeit darstellte. Der englische Schriftsteller lebte und schrieb zu der Zeit, in der das Vereinigte Königreich sich zum Musterland der Industriellen Revolution und zur vorherrschenden globalen Macht des 19. Jahrhunderts entwickelte. Dickens‘ Werke begleiteten und kommentierten diesen Wandel. Dabei führte Dickens der Oberschicht seiner Zeit vor Augen, unter welch erbärmlichen Umständen weite Teile der Bevölkerung lebten. Durch seine Erzählungen setzte er sich für Benachteiligte ein und wurde auch selbst aktiv, um die Verhältnisse zu verbessern. So zeigt die Ausstellung etwa durch Auszüge aus zwei Briefen, die Dickens im März 1843 an ein Mitglied der Kommission zur Untersuchung der Kinderarbeit schrieb, den Hintergrund der Entstehung von „A Christmas Carol“, der weltberühmten Weihnachtsgeschichte: Dickens verfasste diese im selben Jahr unter dem Eindruck eines Berichts der Kommission als Sozialkritik, um die Leser auf die sozialen Missstände hinzuweisen.

Eröffnet wird die Ausstellung am Donnerstag, dem 4. Oktober (17 Uhr, Konferenzraum der SULB, Gebäude B1 1, hinter dem Café Starbooks), unter anderem vom Vorsitzenden der deutschen Charles Dickens-Gesellschaft Klaus Schappert und Professor Joachim Frenk: Der Dickens-Experte und Professor für Britische Literatur- und Kulturwissenschaft der Saar-Uni hat unter dem Motto „Dickens 200“ verschiedene Veranstaltungen angeboten und das vergangene Sommersemester in der Anglistik ganz in das Zeichen von Charles Dickens gestellt.

 

Einladungskarte zur Ausstellung