III. Anhang
1. Biographien




Barth, Oskar: geb. 3.11.1910
 
 

Sohn eines Bergmanns. War nach seinem Abitur arbeitslos, dann Arbeiter, Angestellter und Beamter. Über ein Abendstudium wurde er Ingenieur und trat in den Dienst einer bedeutenden südwestdeutschen Buntmetallgießerei.
 
 

Becker, Willi (Wilhelm): geb. in Bübingen, gest. 13.5.1942
 
 

War zuerst Hilfsarbeiter im Kalkwerk in Bübingen, dann Feuerwehrmann und später Meister im Kalksteinbruch auf dem Birnberg. Fiel im Zweiten Weltkrieg. Schrieb Gedichte; Veröffentlichungen in Zeitungen, Zeitschriften und im Rundfunk (Reichssender Berlin, Saarbrücken und Bayrischer Rundfunk). Er war in der NS-Zeit als Arbeiterdichter an-erkannt. Die meisten seiner Gedichte sind im Zweiten Weltkrieg verlorengegangen.
 
 

Becker-Meisberger, Maria: geb. 8.12.1925 in Marpingen, gest. 1.5.1999
 
 

Ihr Vater arbeitete auf der Grube Maybach und kam 1930 bei einem Grubenunglück ums Leben. Sie besuchte zunächst das Gymnasium in St. Wendel, danach das Lehrerseminar in Ottweiler und Blieskastel. Nach ihrem Examen verbrachte sie ein Jahr als Deutschassistentin in Caen/Normandie. Sie unterrichtete dann in Altheim und später an der Seminarübungsschule in Blieskastel. Aus gesundheitlichen Gründen mußte sie sich bereits 1972 pensionieren lassen.
 
 

Bernarding, Klaus: geb. 1935 in Bettingen/Saar

 

1955 Wirtschaftsabitur, Eisenhändlerlehre mit Abschluß, seit 1959 Lehrer, Übersetzer. Seit 1975 Leiter der VHS Sulzbach (bzw. 1975 - 1978 Leiter des Kulturamtes der Stadt Sulzbach; nach VS Saar Almanach `80), Schriftsteller mit Veröffentlichungen in Rundfunk, Zeitschriften, Zeitungen, an Straßenecken, in Versammlungsräumen.
 
 

Betzner, Anton: geb. 13.1.1895 in Köln, gest. 18.2.1976 in Puerto de Mazarrón (Spanien)
 
 

Studierte Musik, Klavier u. Komposition, wechselte durch eigenen Operntext zur Literatur über. Journalist, Rundfunkreporter, Redakteur der Zeitschrift "Das goldene Tor" u. Mitarbeiter des Senders Baden-Baden. War Mitarbeiter der "Frankfurter Zeitung" bis zu deren Verbot durch Hitler. Alfred Döblin holte ihn nach dem Zweiten Weltkrieg nach Baden-Baden zur Mitarbeit an der Literaturzeitschrift "Das goldene Tor". Nach dem Tode Rudolf Pechels übernahm Betzner auf dessen Wunsch die Redaktion der "Deutschen Rundschau" bis zu deren Übernahme durch den Scherz-Verlag. Lebte als freier Schriftsteller in Fechingen/Saar, später in Baden-Baden. Schrieb Romane, Erzählungen, Essays, zeitkritische Hörspiele und Rundfunkberichte.
 
 

Bierbrauer, Albert: geb. 8.9.1911 in Neuweiler/Saar, gest. 14.4.1992

 

Abitur 1930 in Sulzbach, Studium an der Päd. Akademie Bonn. Seit 1932 Lehrer, ab 1948 in Großrosseln wohnhaft, 1954 Konrektor, seit 1973 im Ruhestand. 1979 Übersiedlung nach Heidelberg, seit 1989 wieder in Großrosseln . Seit 1943 Beiträge in Zeitungen, Zeitschriften und Anthologien.
 
 

Bolay, Karl Heinz: geb. 23.11.1914 in Saarbrücken, gest. 1993 in Schweden
 

 

Vater Ingenieur. Studierte Geschichte, Literatur und Sprachen. 1934-36 Bankbeamter, 1936-39 Journalist, 1940-43 Redakteur und Gaukulturstellenleiter in Magdeburg, lebte nach dem Zweiten Weltkrieg in Celle, 1951-57 in Helsingfors/Finnland als Sozionom und Dipl. Bibliothekar, 1957-59 Journalist und Kritiker in Norrköping, seitdem Hauptbibliothekar und Journalist in Malung/Schweden.
 
 

Braun, Peter:

Rektor in Neunkirchen, Mitbegründer des "Katholischen Kolportage Vereins" 1905.
 
 

Bungert, Gerhard (Gerd): geb. 11.11.1948 in Spiesen
 
 

Studium Soziologie, Erziehungswissenschaften und Sozialpsychologie. 2. Preis beim Autorenwettbewerb der Stadt Saarbrücken 1976 für das Theaterstück "Eckstein ist Trumpf" (Uraufführung am 23.April 1976 im Saarländischen Landestheater). Seit 1978 ständiger freier Mitarbeiter beim Saarländischen Rundfunk, freier Autor, arbeitet meist mit Klaus-Michael Mallmann zusammen für mehrere Zeitungen, Zeitschriften und Rundfunkanstalten.
 
 

Burger, Lisbeth (d.i. Straßner, Christina Angela): geb. 20.5.1886 in Chambrey/Lothringen, gest. 24.12.1964 in Donauwörth/Bayern

Redakteurin der Zeitschrift "Monika" in Donauwörth, Erzählerin.
 
 

Burger, Josef: geb. 1881 in Klarenthal/Saar, gest. 1970 in Essen
 
 

Vater Arbeiter in einer Glasfabrik. Nach der Volksschule Arbeit unter Tage im Saarbergbau. Ab 1913 auf der Stinnes-Zeche "Viktoria Mathias" in Essen. Drei Jahre Soldat im 1. Weltkrieg. 1919 Zechen - Lokführer, 1925 arbeitslos, Beginn seiner sehr umfangreichen schriftstellerischen Arbeit: gesellschaftskritische Gedichte, Epigramme, Lieder und Prosa, 1926 Lehrbuch für Esperanto. Findet später Arbeit als Stromableser (Quelle: Köpping, W. (Hg): Hundert Jahre Bergarbeiterdichtung. Oberhausen 1984, S.527).
 
 

Conrath, Karl (Pseudonyme: Konrad Hopgartner, Karl Trier): geb. 2.3.1910 in Mettlach/Saar

Dr.phil., lebt in Saarbrücken.
 
 

Crone, Max: geb. 4.4.1862 in Witten a.d. Ruhr, gest. 19.5.1939 in Heidelberg
 
 

Sohn eines Markscheiders.1862 höhere Bürgerschule, 1874 Gymnasium in Bonn. 1882-85 Studium der Philologie und besonders Germanistik in Bonn und Berlin. Ab Herbst 1885 Studium der Theologie in Heidelberg. Trat danach in den Dienst der badischen Landeskirche und wurde, nachdem er in den Jahren 1886 und 1887 seine theologischen Prüfungen bestanden hatte, im Herbst 1887 Vikar in Walldorf bei Heidelberg. 1888 Pfarrverwalter in Merchingen. 1889 zuerst Pfarrverwalter, dann Pfarrer in Hochstetten bei Karlsruhe. Seit Mai 1895 Pfarrer zu Niedereggen bei Müllheim/Baden. Später Stadtpfarrer in Donaueschingen. 1904 verließ er den Pfarrdienst und wurde Volontär an der Universitätsbibliothek Heidelberg. 1912 Kustos, 1927 trat er als Oberbibliotheksrat in den Ruhestand. Gehörte zu den Hauptautoren des "Saarbrücker Bergmannskalenders", des "Bergmanns-freunds" und des "Evangelischen Wochenblattes" in Neunkirchen, wurde deshalb in diese Biographie mit aufgenommen. Heiratete Ida Kayser, deren Großvater Karl Zimmermann, ev. Pfarrer, in Saarbrücken geboren war. Daher vermutlich Crones Bezug zum Saarland. Schrieb Kurzgeschichten und Gedichte.
 
 

Croon, Maria: geb. 13.5.1891 in Meurich/Saarburg, gest. 23.3.1983 in Britten/Losheim
 
 

1911 erstes Lehrerinnenexamen am Kgl. Lehrerinnenseminar in Saarburg. Anstellungen an verschiedenen Volksschulen im Saarland. 1918 Heirat mit Nikolaus Croon und Austritt aus dem Schuldienst. Lebt seit 1933 in Merzig. 1942 tritt sie wieder in den Schuldienst ein. Ihr Mann stirbt Ende 1944 bei einem Bombenangriff. 1951 Pensionierung, zieht nach Britten bei Losheim. Erste Veröffentlichungen ab 1911, seit Ende der zwanziger Jahre verstärkte schriftstellerische Tätigkeit. Schrieb Romane, Erzählungen und Gedichte. Mitarbeit bei Tageszeitungen, religiösen Jugendschriften, Monatsheften, Bistumsblättern, Sammelbänden, Jahrbüchern und Kalendern - auch in Luxemburg, Elsaß und Lothringen. Erhielt zahlreiche Ehrungen u.a. Bundesverdienstkreuz am Bande und Literaturpreis des Deutschen Autorenverbandes. Ehrenbürgerin ihres Heimatortes Meurich.
 
 

Cullmann, Amalia: gest. am 29.4.1940
 
 

Cullmann, August: geb. 19.3.1868 in Saal/Arms, gest. 12.9.1943 in Saal

1878-1881 Volksschule in Niederkirchen. Bergmann in Sulzbach und in Merlebach/ Lothringen. Ehemann von Amalia Cullmann.
 
 

Dahlem, Franz: geb. 14.1.1892 in Rohrbach-les Bitch, gest. 17.12.1981 in Berlin-Ost
 
 

Eltern stammten aus kleinbäuerlichem Milieu, Vater war Eisenbahnarbeiter. Besuchte von 1906 - 1911 das Gymnasium in Saargemünd. 1911 - 1913 Lehre als Handlungsgehilfe in Saarbrücker Textilgroßhandlung, Abschluß der Lehre in Neunkirchen. Seit 1920 Mitglied der KPD, gab die "Internationale Pressekorrespondenz" heraus, das deutschsprachige Organ der Komintern. Von 1928 - 1933 MdR, nach ‘33 Emigration. 1937 - 38 Teilnahme am Spanischen Bürgerkrieg, seit 1938 in Frankreich, wurde dort nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges verhaftet und später an die GESTAPO ausgeliefert. 1941 - 45 im KZ Mauthausen. Nach 1945 spielte er in der sowjetischen Besatzungszone, später in der DDR eine führende Rolle in der SED.
 
 

Deutsch-Einöder, Erni (d.i. Erni Deutsch): geb. 17.11.1917 in Einöd/Saar, gest. 1997

 

Vater Lothringer, Mutter Saarpfälzerin. Schulbesuch in Schwarzenacker/Saar und Einöd. Einjähriger Cours complémentaire in Merlebach. Dreijähr. kaufmänn. Berufsausbildung. Lebte in Metz, Straßburg, St.Etienne/Loire und St.Avold. Vor 1939 erzieherische Tätigkeit in Jugendverbänden, z.B. Jeunesse protestante d’ Alsace et Lorraine. 1945 Ausweisung aus Lothringen, lebte danach in Zweibrücken. War Verwaltungsangestellte, Dolmetscherin und Übersetzerin, 1965 Geschäftsführerin der Volkshochschule Zweibrücken. Erzählungen, Kurzgeschichten und Essays in Zeitungen und Zeitschriften sowie im Rundfunk. Zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Pfalzpreis für Literatur 1965.
 
 

Dill, Liesbet (d.i. Elisabeth von Drigalsky): geb. 28.3.1877 in Dudweiler, gest. 15.4.1962 in Wiesbaden
 
 

Tochter eines Industriellen, 1904 Heirat mit Senatspräsident Seibert, 1906 zweite Ehe mit Prof. von Drigalski, lebte in Hannover, Halle, Berlin und Wiesbaden, verfaßte unter ihrem Mädchennamen Dill zahlreiche Romane und Novellen, in denen sie mit Vorliebe Verhältnisse ihrer saarländischen Heimat und Lothringens schilderte.
 
 

Ebert, Friedrich: geb. 3.3.1933 in Püttlingen
 
 

1939 - 47 Volksschule, 1948 - 60 Ausbildung zum Chemielaborant und Tätigkeit in Völklingen, Nürnberg und Frankfurt. Besuch der Abendschule, 1960-63 Lehrerausbildung an der PI Darmstadt und der PH Berlin, seit 1963 Lehrer in Frankfurt, seit 1979 an der Hauptschule in Wadern. Schreibt seit 1979 Mundartgedichte, erhielt bereits mehrere Preise beim Mundartwettbewerb der Saar Bank und des Saarländischen Rundfunks.
 
 

Faßbinder, Joseph Matthias (Ps. Bertram Wolf): geb. 11.9.1883 in Trier, gest. 1952 in Freiburg/Br. (andere Ang.: 25.12.1942?)
 
 

Sohn eines Volksschullehrers, studierte in Bonn Geschichte, Französisch und Deutsch, 1910 Promotion zum Dr. phil., beschäftigte sich besonders mit Fragen des studentischen Lebens, war später (1929) Studienprofessor am Realgymnasium Sulzbach und beteiligte sich dort rege am Vereinsleben
 
 

Fauth, Adolf Ludwig: geb. am 15.2.1836 in Schauren/Kreis Bernkastel (Rheinprovinz), gest. 26.1.1912 in Gersweiler

 

Sohn eines Pfarrers, kam nach dem Tode seines Vaters mit der Mutter nach Saarbrücken und besuchte dort das Gymnasium. 1857-61 Studium der Theologie in Heidelberg, Berlin und Bonn. 1864 Pfarrer der evangelischen Gemeinde zu Ludweiler/Warndt (alte Hugenottengemeinde), 1872 Pfarrer zu Gersweiler/Saarbrücken. "Seit dem Jahre 1874, mit Gründung des ‘Evangelischen Wochenblattes’, ist er als Volksschriftsteller bemüht, die Schäden des Volkslebens im Gewande der Erzählung zu besprechen und auf ihre Beseitigung hinzuarbeiten; um aber auch der Gemeinde in ihrer Leibesnot beispringen zu können, wandte er sich in seiner Mußezeit dem Studium der Medizin, besonders der Homöopathie zu, und so ist er denn seiner Gemeinde nicht nur ein Seelsorger, sondern auch ein Leibsorger geworden." (Brümmer. Lexikon der deutschen Dichter, 5.Aufl. 1901)
 
 

Fischer, Wilhelm: geb. 28.2.1833 in Wermelskirchen/Bergisches Land; gest. 5.4.1916 in Oberkassel/Sieg
 
 

Sohn eines Steuerbeamten, arbeitete in einem Notariat, absolvierte eine Buchdruckerlehre in Wipperfürth, durch Vermittlung von Levin Schücking, der Gedichte von ihm abgedruckt hatte, konnte Fischer zum Lehrer ausgebildet werden. 1856 - 58 Studium der Philologie in Bonn, 1863 Hauslehrer in Amsterdam, 1865 Rektor der höheren Stadtschule in Ottweiler/Saar, ab 1884 in Bückeburg, zuletzt in Oberkassel.
 
 

Fox, Georg: geb. 1949

Püttlingen, Rektor einer Grundschule (Holz).
 
 

Fox, Nikolaus: geb. 1899 in Portz bei Saarburg; gest. 14.5.1946 im Kriegslazarett bei Innsbruck
 
 

Studium der Germanistik und Geschichte in Bonn. Promotion in Köln. Studienrat in Saarlouis und Dillingen.
 
 

Gehl, Peter: geb. 1898 in Bisten

Lehrer in Körprich, Piesbach. Rektor in Siersburg. Gedichte in Mundart und Hochdeutsch.
 
 

Glutting, Fritz: geb. 24.11.1914 in Spiesen-Elversberg

Rektor a.D. in Nunkirchen/Saar.
 
 

Graf, Nico: geb. 1955 in Luxemburg

1975 Studium in Saarbrücken: Germanistik und Romanistik.
 
 

Grein, Heinrich: geb. 6.9.1882 in Hamburg, gest. 1952 in Saarbrücken

 

Promotion 1903 in Hamburg (Studien über den Reim bei Théodore de Banville). 1919/20 einer der Hauptredner der SPD im Revier, hielt Volkshochschulkurse in Dörfern ab, referierte über Heine, engagierte sich für eine freie Schule und nahm 1932 als Referent am Gründungsparteitag der "Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands" (SAP) teil, für deren Zeitung "Die Fackel" er als Schriftleiter arbeitete. 1935 wurde er wegen seiner politischen Positionen und seiner jüdischen Herkunft aus dem Schuldienst entlassen und floh nach Hamburg zu seiner Mutter. Er überlebte den Nationalsozialismus in verschiedenen Verstecken innerhalb Deutschlands. Der jüdische Widerstandskämpfer Guy Kurt Lachmann aus Neunkirchen: "Wir hatten einen einzigen Lehrer auf der Neunkircher Penne, der sich zur Sozialdemokratie bekannt hat, und der ist regelrecht boykottiert worden. Das war der Dr. Grein." Vgl. Mallmann/Paul: Das zersplitterte Nein, S. 156 u. S. 314. Personalakte im LASB.
 
 

Groß, Adolf: geb. 8.3.1897 in Falscheid am Hoxberg; gest. 3.6.1962 in Seelbach
 
 

Ältestes von acht Kindern einer alteingesessenen Bergmannsbauernfamilie, trat mit 16 Jahren ins Berufsleben ein, gleichzeitig Besuch der Werkoberschule. Mit 18 Jahren Bergvorschule, mit 20 Bergschule. 1920 Steiger, Teilnahme am Ersten Weltkrieg, Steigerdienst in Velsen, seit 1932 in Göttelborn. 1938 Unfallsteiger, 1943 Unfall-Fahrsteiger bis März 1962. Schrieb bereits während seiner Schulzeit erste Gedichte, mit 30 Jahren sein erstes Bergmannsgedicht. Veröffentlichungen in Zeitungen und Zeitschriften, in Anthologien und auch im Rundfunk. Gedichte teilweise vertont.
 
 

Gulden, Alfred: geb. 25.1.1944

 

Studium der Sprachwissenschaft, Theaterwissenschaft, Germanistik. Seit 1964 Theaterinszenierungen und -spiel in Saarbrücken und München. Seit 1973 Kurse über rhetorische Kommunikation mit Video, Sprecherzieher in München, Lyriker und Erzähler, meist in Mundart.
 
 

Heinen, Josef Maria: geb. am 15.1.1899 in Trier

War urspr. katholischer Geistlicher, später Lehrer in Saarbrücken. Verfasser von Jugend-, Kinder- und Schulspielen.
 
 

Heintz, Max (Ps. Klingborn, (Max) Heintz): geb 1891, gest. 1959

Kunsterzieher.
 
 

Herrmann, Conrad: geb. 18.7.1817 in Hanau; gest. 18.2.1892 in Saarbrücken

 

Sohn eines Malers, sollte sich auf Wunsch des Vaters der Malerei widmen. 1830 Eintritt in die Zeichenakademie, "verlor aber desto mehr alles Interesse an dieser Kunst, je eifriger er die ihm durch Prof. Westernhagen, einem Freund Schillers, gebotene Gelegenheit benutzte, sein lückenhaftes Schulwissen zu ergänzen und zu bereichern." (Brümmer: Lexikon der deutschen Dichter. 5.Aufl. Leipzig 1901). Erhielt Erlaubnis des Vaters, seine Studien aufzugeben und erlernte Buchdruckerei. Wanderjahre als Setzer, Korrektor, Faktor, Redakteur, 1857 - 73 Redakteur der Saarbrücker Zeitung.
 
 

Hewer, Erich: geb. 14.11.1920 in Saarlouis

Kunstmaler und Schriftsteller, Hörspielautor.
 
 

Hoffmann, Fritz: geb. 15.8.1899 in Landsweiler/Reden, gest. 28.3.1864 in Landsweiler.
 
 

Der Vater war Bergmann und Verwalter der örtlichen Niederlassung der Gersweiler Sparkasse. Hoffmann war Lehrer und langjähriger Mitarbeiter der Zeitschrift "Nach der Schicht" ("Onkel Jakob").
 
 

Jörg, Theo: geb. 25.10.1906 in Saarbrücken

Mittelschullehrer in Boppard am Rhein, schrieb vorwiegend Sprechchöre, Schauspiele.
 
 

Jungmann, Kurt: geb. 1931 in Saarbrücken/Fischbach

 

Seit 1952 Lehrer in saarländischen Bergmannsgemeinden, schreibt u.a. Schulfunksendungen, Hörspiele und Kurzgeschichten. Veröffentlichungen in deutschsprachigen Zeitschriften des In- und Auslandes. Mitglied des freien deutschen Autorenverbandes.
 
 

Kettner, Emma: geb. 1.11.1882 in Sandewitz/Oberschlesien

Ab 1886 in Köln, seit Beginn des 20. Jhds. im Saarland, schrieb Bergmannserzählungen.
 
 

Kirch, Elisabeth: geb. 6.8.1884 in Erfenbach/Pfalz, gest. 20.9.1966 in Saarbrücken
 
 

1911 Prüfung als Volksschullehrerin in Koblenz, ab 1912 in Saarbrücken als Lehrerin tätig, ab 1949 im Ruhestand. Autorin und Sammlerin bodenständiger Sagen- und Märchen der Saar und der Pfalz, auch Rundfunkautorin.
 
 

Kirschweng, Johannes: geb. 19.12.1900 in Wadgassen/Saar, gest. 22.8.1951 in Saarlouis
 
 

Studierte kath. Theologie, 1924 Priesterweihe. War 10 Jahre lang Kaplan in Bad Neuenahr, später freier Schriftsteller in Wadgassen, vorwiegend Erzähler.
 
 

Kniebe, Hermann: geb. 20.1.1841 in Engste bei Dortmund, gest. 21.12.1925 in Minden
 
 

Er besuchte das Lehrerseminar in Düsseldorf. Sein erster Dienstort war Iserlohn. Dann legte er die Mittelschullehrerprüfung ab, 1865 war er an der Töchterschule zu Minden tätig. Nach der Rektorenprüfung erhielt er den Ruf nach Riegelsberg. 1906 trat er in den Ruhestand und zog wieder nach Minden.
 
 

Korn, Albert: geb. 11.10.1880 in Dillingen/Saar, gest. 20.12.1965 ebd.
 
 

1898 Ausbildungsbeginn auf Grube Schwalbach, 1904 Königl. Schichtmeister und Sekretär der Grube Heinitz, 1907 Sekretär der Saarknappschaft in Saarbrücken, 1924 wegen Nervenleiden in Ruhestand als Knappschaftsamtmann, begann 1913 mit dichterischen Arbeiten, 1914 erster Lyrikband, zahlreiche Veröffentlichungen in Tagesblättern und Zeitschriften.
 
 

Krajewski, Bernhard: geb. 1.9.1898 in Neunkirchen, gest. 24. November 1984
 
 

Besuchte das Lehrerseminar in St. Wendel. Von 1920 - 24 arbeitslos, arbeitete in dieser Zeit als Lehrhauer auf der Grube König (s. Anekdoten). Ab 1924 Lehrer in Neunkirchen, 1951 Rektor in Nk., Heimatforscher und Schriftsteller.
 
 

Kraus, Heinrich: geb. 9.6.1932 in St.Ingbert
 
 

Realgymnasium, Handelsoberschule, Gelegenheitsarbeiter in Frankreich, Spanien und Italien, kaufm. Angestellter, wohnt in Bruchmühlbach/Miesau. Erzähler, Lyriker, Verfasser von Jugendbüchern, Theaterstücken für Kinder, Schulfunksendungen, Dialekthörspielen.
 
 

Kraus, Kristian: geb. 27.2.1880 in Neunkirchen/Saar, gest. 4.2.1970 in Bad Neuenahr/ Ahrweiler

 

Lebte in Berlin. Vater war angesehener Kaufmann. Progymnasium in Neunkirchen, kaufmänn. Lehre in Köln. Gymnasium in Zweibrücken, dort Abitur. Studium der Germanistik und Literaturgeschichte, der Philosophie und Geschichte in Berlin und München, Promotion zum Dr. phil. Während des Ersten Weltkrieges u.a. Leiter der Nachrichtenstelle der deutschen Botschaft in Konstantinopel. 1930 Gründung einer eigenen Nachrichtenagentur "Deutscher Matern-Verlag", 1936 Dachorganisation mit August Scherl Verlag, 1938 Übernahme der Organisation durch das Deutsche Reich, 1939 Eingliederung in den Deutschen Nachrichtendienst und Gleichschaltung. 1940 wird Kraus zwangspensioniert, widmet sich wieder verstärkt literar. Arbeiten, später Schreib- und Veröffentlichungsverbot. Nach dem Zweiten Weltkrieg Mitarbeiter u.a. der "Bonner Rundschau", Rezensent und Theater-kritiker. Leiter des Verkehrsamtes in Bad Neuenahr. 1951 Neubegründung des Kur- und Verkehrsamtes, zahlreiche Aktivitäten im Kunst- und Kulturbereich. Wiederaufnahme seiner schriftstellerischen Arbeit, umfangreicher literarischer Nachlaß.
 
 

Kühn, Johannes: geb. 3.2.1934 in Bergweiler/Saar
 
 

Gymnasium in St. Wendel, Abbruch der Schulausbildung wegen Krankheit in Obersekunda, Schauspielstudium nach Krankenhausaufenthalt und Kur, Besuch germanistischer Vor-lesungen an den Universitäten Saarbrücken und Freiburg, Hilfsarbeiter bei einer Tiefbau-firma, mittlerweile in Rente, lebt in Hasborn/Saar. Lyriker, schreibt auch Theaterstücke und Märchen. Veröffentlichungen in VS Almanach, Saarheimat, Saarbrücker Zeitung und im Saarländischen Rundfunk, zahlreiche eigene Buchveröffentlichungen und zunehmende überregionale Anerkennung. 1988 Kunstpreis des Saarlandes.
 
 

Kühner, Fritz: geb. 22.5.1876 in Saarbrücken

Schriftsteller, Herausgeber der "Saargroßstadtbrille" (seit 1906), Mitherausgeber der "Saar-Chronik" (1931).
 
 

Lang, Matthias: geb. 18.2.1902 in Biel/Kreis Merzig, gest. 12.12.1965

 

War Lehrer in Neurath bei Trier, später Rektor, wohnte in Bernkastel - Kues, in Pfalzel bei Trier, dann in Ehrang/Trier. Lyriker, Erzähler, Verfasser von Laienspielen (ungedruckt) und Mundartgedichten.
 
 

Laven, Herrmann: geb. 12.4.1844 in Trier, gest. 3.6.1914 in Leiwen a.d. Mosel
 
 

Vater Philipp Franz Laven war Gymnasiallehrer in Trier. Gymnasium und Studium der kath. Theologie in Trier. Beschäftigte sich viel mit neueren Sprachen und dem Mittelhoch-deutschen. Nach Erlangen der Priesterweihe 1866 wirkte er 23 Jahre im Saarbrücker Kohlenrevier, die längste Zeit in Sulzbach, und wurde hier besonders zum Studium der sozialpolitischen Fragen geführt.Von Sulzbach kam Laven nach Leiwen a.d. Mosel. Schrieb pädagogische, katechet., historisch-archäologische Schriften und Beiträge für verschiedene Blätter. Erzähler, Dramatiker, Sozialpolitiker und Katechetiker.
 
 

Lux, Hanns Maria: geb. 17.5.1900 in Trier, gest. 11.9.1967 in Koblenz
 
 

Studium der Pädagogik in Bonn und Berlin. 1920 Lehrer in Saarbrücken, dichtete im gleichen Jahr das seinerzeit volkstümlich gewordene "Saarlied" und wurde deshalb von der Schulabteilung der Hohen Regierungskommission verwarnt und mit Ausweisung bedroht. Bereiste dann China, Sibirien, Mongolei, Mandschurei, Korea, Japan, Südsee, Indien usw. 1926 Dozent und Lektor an der chinesischen Tungchi-Reichsuniversität in Wusung/ Shanghai. 1930 Rückkehr. 1932 Mittelschullehrer in Koblenz und später Landesleiter der Reichsschrifttumskammer Gau Moselland, Lyriker und Erzähler, Jugendschriftsteller.
 
 

Mackay, John Henry: geb. 6.2.1864 in Greenock/Schottland, gest. 21.5.1933 in Berlin-Charlottenburg
 
 

Sohn eines schottischen Vaters und einer deutschen Mutter. Nach dem Tod des Vaters kehrte die Mutter mit dem Jungen nach Deutschland zurück, wo sie nach einigen Jahren (1873) den Saarbrücker Bauinspektor Dumreicher heiratet. Nach einigen Jahren in Saarbrücken besuchte der Fünfzehnjährige das Gymnasium in Burgsteinfurt, ab 1880 dann in Birkenfeld. Nach einer abgebrochenen Lehre als Verlagsbuchhändler beginnt er ein Studium, das er nicht abschließt. In den folgenden Jahren lebt er in Berlin, London und der Schweiz. Anarchistisch - sozialistischer Erzähler und Lyriker. Politisch in der Nachfolge des solipsistischen Anarchismus Stirners, dessen Biographie er schrieb. Hauptwerke: Die Anarchisten. Ein Kulturgemälde aus dem Ende des XIX. Jahrhunderts; Der Schwimmer (Roman).
 
 

Matheis, Johann Peter: geb. 7.2.1860 in Völklingen - Saar, gest. 7.3.1940 in Bildstock

War Obersteiger. Begann am 1885 auf der Grube Griesborn als Steiger.
 
 

Mathis, Mathilde: geb. 16.6.1887 in Quierschied, gest. 14.11.1951 in Hühnerfeld
 
 

Tochter des königl. preuß. Maschinensteigers Johann Mathis. 1899 - 1904 Pensionat der Ursulinen in Saarbrücken. 1904 - 1907 Lehrerseminar in Saarburg bei Trier. Danach sechs Jahre als Junglehrerin in Kölln/Köllerbach (Saar). Ab 1913 in Hühnerfeld. Sie gründete in Hühnerfeld während des Ersten Weltkrieges die Pfarrbücherei, die sie bis zu ihrem Tode leitete. 1948 trat sie in den Ruhestand. Erzieherin, Organistin, Leiterin des Kirchenchores, Bibliothekarin. Schrieb Gedichte, Erzählungen und Schauspiele.
 
 

Michels, Peter: geb. 9.10.1902 in Spichern, Lothringen
 
 

Studierte kath. Theologie, Philosophie und Französisch in Berlin, dann Germanistik, Geschichte und Ethnologie in Köln. Promotion. 1942 - 62 Oberstudienrat in Marburg, Saarbrücken, Brüssel, Köln, dann in Düsseldorf, lebt dort. Lyriker in lothringischer Mundart.
 
 

Müller-Roden, Johannes (d.i. Müller, Johannes): geb. 5.6.1901 in Saarlautern, gest. 16.1.1945 (gefallen in Przysnda/Radom)

Redakteur und Anzeigenleiter der "Saar Grenzwacht" in Saarlautern.
 
 

Navky, Günther: geb. 8.9.1956 in Quierschied, gest. 7.12.2006

Erzähler, Lyriker, Literaturwissenschaftler.
 
 

Niedner, Heinrich (Ps. Siegmund Harry): geb. 11.4.1869 in Saarbrücken, gest. 14.6.1932

 

Rechtsanwalt, Lyriker.
 
 

Osterroth, Nikolaus: geb. 1875 in Hettelheidelheim in der Rheinpfalz, gest. 19.9.1933 in Werder an der Havel
 
 

Osterroth hatte eine entbehrungsreiche Jugend (Arbeit im Tonbergbau, Verarmung der Familie), 1897 schloß er sich der Sozialdemokratie an. 1905 gründete er in Saarbrücken die "Saarwacht": "Als ihr Redakteur erhielt er von 1905-1907 63 Anklagen, seine ersten zwei Gefängnismonate leitete er mit einem Hungerstreik ein. Dreißigjährig kandidierte er im Industrie-Königreich des Freiherrn von Stumm und errang die ersten hundert ‘roten Stimmen’ bei der Reichstagswahl. 1907 verpflanzte ihn der Bergarbeiterverband als Arbeitersekretär nach Waldenburg in Schlesien." (Franz Osterroth: Biographisches Lexikon des Sozialismus, S.236)
 
 

Ott, André: geb. 4.2.1898 in Völklingen, gest. 20.2.1935

 

Achtes Kind einer katholischen Familie, Arbeiter auf der Völklinger Hütte (Maschinist), Soldat von 1916-19, nach dem Krieg KPD-Mitgliedschaft, ab 1928 Korrektor bei der AZ, Schreibversuche seit der Kriegszeit.
 
 

Peter, Josef: geb. 4.4.1904 in Wiesbach, Kreis Ottweiler (Saar)
 
 

Seit 1918 im Bergbau, zunächst auf Grube Dilsburg, später Zimmerhauer in den Pattbergschächten.
 
 

Peters, Maria: geb. 22.2.1892 in Kasel/Ruwer

 

Besuchte die Auguste-Viktoria-Schule in Trier. 1914 Lehrerinnen-Examen. 1915 Lehrerin in Wadgassen, später in Dahnen/Kreis Prümm nahe der belg. Grenze. 1922 in Erdorf/Kyll, 1937 Pensionierung. Lebte dann in Badem/Eifel. Schrieb volkstümliche Gedichte und Er-zählungen.
 
 

Petry, Josef: geb. 1899 bei Mohrbach/Hunsrück.

 

Zog 1920 nach Völklingen, war dort fast 40 Jahre lang Hüttenarbeiter. Beginnt 1920 mit literarischen Arbeiten. Schreibt vorwiegend Gedichte im Volksliedton.
 
 

Petto, Alfred: geb. 12.12.1902 in Saarbrücken, gest. 30.1.1962 in Homburg.

 

War Rechtspfleger am Amtsgericht Saarbrücken. Kriegsgefangenschaft in den USA, lebte nach dem Zweiten Weltkrieg wieder in Saarbrücken. Autor von Romanen und Erzählungen.
 
 

Pulcher, Jakob: geb. 1909 in Heiligenwald

 

Lebte in Schiffweiler, dann in Wiebelskirchen, nach seiner Pensionierung 1965 in Fürth im Ostertal. War Bergmann wie sein Vater. Schulentlassung 1923, danach Arbeiter in der Gärtnerei des Missionshauses St. Wendel für Kost und Logis. Mit 15 Jahren war er Gemeindearbeiter in Schiffweiler, bis er dann 1925 zur Grube Kohlwald ging.
 
 

Raubuch, Christel: geb. 10.7.1936 in Püttlingen
 
 

Volksschule, Verkäuferinnenlehre und Berufsschule. 1957 Heirat, bis 1962 vier Kinder. Seit 1980 Lesungen und Veröffentlichungen von Erzählungen, Berichten, Features und Gedichten in der Saarbrücker Zeitung und in verschiedenen Zeitschriften.
 
 

Regler, Gustav: geb. 25.5.1898 in Merzig/Saar, gest. 14.1.1963 in Neu-Delhi
 
 

1916 Kriegsteilnahme und Verwundung. Ab 1918 Studium der Germanistik, Philosophie u. Staatswissenschaft in Heidelberg und München, 1923 Promotion, danach Journalist und freier Schriftsteller, 1928 Eintritt in die KPD, 1933 Emigration nach Frankreich, 1934 Teilnahme am Abstimmungskampf an der Saar, 1936 - 39 Freiwilliger in einer internationalen Brigade im Spanischen Bürgerkrieg und Verwundung, 1939 Abkehr von der KPD. 1939/40 Internierung in Frankreich, Flucht nach Mexico, 1960 Kunstpreis des Saarlandes. Romane, Lyrik, Rundfunkessays.
 
 

Römbell, Manfred: geb. 1941 in Bildstock/Saar, gest. 21.6.2010 in Saarbrücken
 
 

Ausbildung zum Rechtspfleger. Arbeit bei verschiedenen Gerichten, dazwischen kurz an der Werkkunstschule und im Buchhandel. Lebte in Saarbrücken-Schafbrücke. Veröffentlichungen in in- und ausländischen Zeitungen und Zeitschriften und im Rundfunk.
 
 

Rupp, (Heinz) Rupert: geb. 21.10.1908 in Saarbrücken
 
 

Dr. phil., Redakteur in Neustadt. Im Zweiten Weltkrieg Abteilungsleiter der Reichsstuden-tenführung in Berlin-Charlottenburg, Hauptschriftleiter, lebte später in Spicheren/Elsaß. Walter-Flex-Preis 1943.
 
 

Sauer-Jost, Maria: geb. 1893
 
 

Vater Grubenbeamter, Mutter Bauerntochter aus dem Köllertal. Studierte bei Ursulinen in Saarbrücken. Wurde Lehrerin, während des 1. Weltkrieges am Realreformgymnasium in Sulzbach, lebte in Sulzbach.
 
 

Schaffner, Carl Ludwig: Geb. 29.7.1900 in Saarbrücken - St. Arnual, gest. 7.10.1982 in Ottweiler
 
 

Kam 1904 mit seinen Eltern nach Ottweiler. Besuchte das Gymnasium in St. Wendel. War nach dem Ersten Weltkrieg in verschiedenen Verwaltungen tätig, studierte später in Frankfurt. Diplomkaufmann. Danach Tätigkeiten bei der Saarbrücker Zeitung und im Öffentlichen Dienst. Die ersten Veröffentlichungen bereits mit 15 Jahren in der saarl. Presse. Schrieb Gedichte, Kurzgeschichten, Mundartgedichte, Kalendergeschichten u. a.
 
 

Scharf, Ludwig: geb. 2.2.1864 Meckenheim (Neustadt/Weinstraße), gest. 21.8.1939 Schloß Patosfa (Nähe Kaposvar/Nemedlad)

 

Scharf wuchs nach dem frühen Tod des Vaters in Blieskastel auf. 1884 absolvierte er in Zweibrücken sein Abitur. Schon als Gymnasiast verlor er durch Krankheit einen Fuß. 1884/85 erscheint er mit Max Halbe in München. Er studierte Naturwissenschaften, Jura und Philologie (nicht abgeschlossen). Zeitweilig hielt er sich in Paris auf. Tätig war er mit Panizza und Michael Georg Conrad in der "Gesellschaft für modernes Leben", ab 1901 gehörte er mit Frank Wedekind zum Kabarett der "Elf Scharfrichter" in München. Theodor Heuss bezeichnet ihn als "König der Bohème". Verheiratet zunächst mit Emilie Katharina Zeller, verlobte er sich 1905 mit Kathi Kobus, traf aber bald darauf Ella Somsich, die in München unter dem Künstlernamen Elohim Sorah malte und schrieb, und zog vor dem Ersten Weltkrieg mit dieser auf ihr Grafenschloß in Südungarn. Ein Scharf-Portrait von Albert Weisgerber (Ölgemälde) findet sich in den Bayrischen Staatsgemäldesammlungen München. Scharf war insbesondere als Lyriker und Übersetzer (Alexandre Dumas fils, Verhaeren, König Laurins Rosengarten) tätig, verfaßte aber auch kurze Prosastücke (u.a. "Hart am Tod vorbei. Aus den Papieren eines verschollenen Malers.", Jugend, Nr.52, 1907). Neben den beiden Lyrik-Bänden (Lieder eines Menschen. 1892, Tschandala-Lieder, 1905) veröffentlichte er zahlreiche Gedichte in der Zeitschrift "Jugend". Im Privatarchiv von Hans Cappel befand sich das handschriftliche Manuskript des Gedichtes "Die Wetterwolke. Eine Impression aus dem Bliestal." (mittlerweile von Hans Cappel ans Literaturarchiv Marburg gegeben). Die Novelle "Eine Aprilnacht im Bliestal" konnte bisher nicht aufgefunden werden.
 
 

Schmauch, Claus (bzw. Klaus):

Lehrer, lebte in Urexweiler und Saarbrücken.
 
 

Schmidt, August: geb. 16.5.1904 in Landsweiler/Reden, Saar, gest. 28.12.1983 in Hückelhoven (Aachener Revier)
 
 

Lehrling und Angestellter in der Kohlenexpedition der Grube Reden. Bildete sich autodidaktisch weiter. 1930 Besuch der Akademie der Arbeit in Frankfurt, Volontär bei dem "Saarbrücker Abendblatt", später dort als Gerichtsreporter. 1935 - 40 Leiter der Presseabteilung der Saargruben. In dieser Funktion war er auch für die Herausgabe des Bergmannskalenders zuständig. Nach dem Zweiten Weltkrieg Arbeiter auf der Kokerei Reden und Tätigkeit bei einer Versicherung. 1953 Rückkehr in seinen urspr. Beruf in der Anthrazit - Grube "Sophia-Jacoba" in Hückelhoven: Pressearbeit und soziale Betreuung. War Schriftleiter, Dramatiker u. Erzähler.
 
 

Schneider, Erich: geb. 24.4.1922 in Hoof
 
 

Sohn des Bergmannes Ludwig Schneider und seiner Frau Amalie. Arbeit als Maurer, ab 1941 Reichsarbeitsdienst und Militärdienst. Amerikanische Gefangenschaft, dann in Lothringen. Nach dem Krieg wieder in Hoof, Arbeit in einer Schreinerei und im Neunkircher Eisenwerk.
 
 

Schön, Friedrich: geb. 30.8.1879 in Saarbrücken/St. Johann, gest. 1949 in Stettin
 
 

Lehrersohn, studierte in Halle und Berlin. Seminarleiter in Mettmann und Wetzlar, lebte seit 1916 in Pommern, war Studienrat am Bismarckgymnasium in Pyrik in Pommern. Zuletzt im Ruhestand in Stettin. Folklorist, Literaturhistoriker und Dichter. Er veröffentlichte seit 1901 mehrere Bände Dichtungen in Saarbrücker Mundart.
 
 

Schröder, Matthias Ludwig: geb. 28.4.1904 in Malstatt-Burbach bei Saarbrücken, gest. 5.5.1950 in Hilden /Rheinland
 
 

Installateurlehre in Trier, Installateur in Solingen, dann Arbeiter in Elb bei Hilden. Als Dichter von Heinrich Lersch wesentlich gefördert. 1940 Soldat (verwundet, zuletzt in engl. Gefangenschaft). Vorw. Erzähler; wegen seines Humors "Rheinischer Eulenspiegel" genannt.
 
 

Schwendler, Johann (bzw. Hans): geb. 1885 in Hüttersdorf, gest. 30.6.1968

Von 1925 bis 1947 Hauptlehrer in Wadern, längere Tätigkeit in Oberemmel. Ab 1963 Ehrenbürger der Gemeinde Wadern.
 
 

Schwinn, Theo: geb. 11.11.1899 in Erbringen
 
 

Stammt aus einer bäuerlichen Familie. Besuchte das Lehrerseminar in Merzig, Abschluß 1920. Studierte dann am Institut für Wissenschaftliche Pädagogik in Münster. Erhielt 1924 eine Stelle als Lehrer in Neunkirchen. 40 Jahre war er als Lehrer, Rektor und Schulrat im Schulaufsichtsbezirk Neunkirchen tätig. Er war Erzieher, Volksschriftsteller und Heimatforscher sowie Peter-Wust-Forscher.
 
 

Stief, Klaus: geb. 1897 in St. Ingbert/Saar, gest. 1963
 
 

Stadtbibliothekar i.R., lebte in St. Ingbert. Erzähler, Dramatiker und Lyriker.
 
 

Tänzer, Gerhard: geb. 1937 in Nordhausen (Thüringen)
 
 

Studium: Germanistik, Geschichte und Kunstgeschichte. Schuldienst, Mitarbeiter beim Saarländischen Rundfunk. Arbeitet in Saarlouis, wohnt in Lothringen.
 
 

Thamerus, Friedrich:
 
 

Sozialdemokrat, Redakteur der Volksstimme, schrieb unter dem Pseudonym "Fritz von der Saar" bis 1933 sozialistische und antifaschistische Lyrik, z. T. auch in nicht-sozialistischen Publikationen vertreten (Saarkalender), ab 1934 Gedichte im Organ der "Deutschen Front" (z.B.: Saarbrücker Abendblatt, Nr.10, S.4: Zum 13. Januar 1935) und völkische Liedtexte in Saarkampfsammlungen.
 
 

Thrasolt, Ernst (eigentlich Joseph Matthias Tressel): geb. 12.5.1878 in Beurig a.d. Saar, gest. 20.1.1945 in Berlin
 
 

Sohn einer alten Bauern- und Handwerkerfamilie in Saarmoselfranken. Theologiestudium in Trier, wurde 1904 zum kath. Priester geweiht. War im Hunsrück in der Seelsorge tätig, dann bei Bergleuten an der oberen Saar, in Boppard am Rhein, bei den Rotweinwinzern an der Ahr, in einem Fürsorgeheim an der Mosel, im Hochwald und an der Sauer. Seit 1914 im Sanitätsdienst, dann in der Kriegsbüchereiarbeit in Berlin, an der Front in Belgien und Frankreich, dann in Litauen und Lettland bei den Baltikumexpeditionen des Freiherrn von der Goltz gegen die Bolschewiki. Seit 1920 Waisenhausgeistlicher in Berlin Weißensee. Daneben Schriftleiter der "Efeuranken" (1909 - 1912), des "Heiligen Feuers", Monatsschrift für naturgemäße, deutschvölkische und christliche Kultur und Volkspflege (1912 - 15), sowie Begründer und Schriftleiter der Monatsschrift "Vom frohen Leben". Vertreter eines christlich motivierten Pazifismus. Publizist, Lyriker und Erzähler. Vgl. Scholdt: Grenze und Region, S. 68 - 74.
 
 

Triem, Jakob: geb. 1902 in Lambsborn/Pfalz
 
 

Kind einer Bergarbeiterfamilie. 1918 Schlepper unter Tage in der Grube Heinitz, ab 1923 Gewerkschaftsfunktionär. 1932 Redakteur der Zeitung "Die Bergbau-Industrie". 1935 im KZ Esterwege, nach 7 Monaten entlassen. 1939 - 1952 im Außendienst einer Pharmafirma tätig. 1952 - 67 Arbeitsdirektor des "Eschweiler Bergwerks-Vereins".
 
 

Trittelvitz, Bernhard: geb. 22.7.1879 in Wusterbarth/Pommern, gest. 17.1.1969 in Saarbrücken
 
 

Sohn eines Pfarrers. Studium in Tübingen und Kiel. Ab 1907 als Knappschaftsarzt in Elversberg. Publizierte Kurzgeschichten, Betrachtungen, Gedichte und Predigten. Sein Roman "Die unsichtbare Wunde" bekämpft den Alkoholmißbrauch. Später Wechsel zum Plattdeutschen, Pommerscher Regionalautor. Vgl. Günter Scholdt: Grenze und Region, S.80 - 82.
 
 

Tyb’l, Otto:

Grubenabteilungssteiger, Grube König.
 
 

Uhl, Karl: geb. 30.11.1886 in St. Ingbert, gest. 16.12.1966 ebd.
 
 

Sohn eines Kesselschmieds. Uhl wurde nach Willen des Vaters Schuhmacher, war zeitweilig als Postbote beschäftigt, nahm später die Schuhmacherlehre wieder auf. War nach dem Tode seines Vaters in St. Ingbert als Schuhmacher tätig. Schrieb Theaterstücke, Gedichte, Lieder, Kurzgeschichten. Arbeitete mit dem Hüttengesangverein "Concordia" zusammen, Aufführung seiner Theaterstücke auf der St. Ingberter Theaterbühne. Gründete in St. Ingbert die "Volksbühne" (1920).
 
 

Vogel, Theodor: geb. 14.10.1870 in Saarbrücken, gest. 14.10.1942 in Berlin-Wilmersdorf
 
 

War von 1893 - 1919 Redakteur des "Bergmannsfreundes". Wurde nach dem Streik der Saargruben vom 26. März bis 10. April 1919 von den französischen Besatzungsbehörden zusammen mit über 400 Bergleuten, Bergbeamten und anderen saarländischen Persönlichkeiten ausgewiesen. Zog nach Berlin und gründete dort den "Saargebietsschutz", aus dem später der "Bund der Saarvereine" wurde. Engagierte sich bis zur Saarabstimmung 1935 erfolgreich für die Rückkehr der Saar ins Reich.
 
 

Warken, Nikolaus: geb. 1851 in Hasborn/Saar, gest. 1920
 
 

Sohn einer Kleinbauernfamilie. Ab 1867 Bergarbeiter auf dem Helenenschacht in Friedrichsthal. Beim Bergarbeiterstreik 1889 an die Spitze des Streikkomitees gewählt. Gemaßregelt und wegen "Beleidigung von Bergbeamten" sechs Monate im Gefängnis. Lebte später in Hasborn und unterhielt eine kleine Landwirtschaft.
 
 

Wohlfarth, Jürgen: geb. 25.10.1951 in Sulzbach/Saar

1970 Abitur. Studium der Rechtswissenschaft in Göttingen und Saarbrücken. Lyrik und Prosaveröffentlichungen.
 
 

Woll, Karl August: geb. 10.2.1834 in St. Ingbert, gest. 17.4.1893 in Straßburg

 

Sohn eines Bäckers. Besuchte Gymnasium und Lyzeum in Speyer. Studierte in München ein Jahr die Rechte, dann Theologie, beschäftigte sich mit publizistischen Arbeiten. Später Inspektor der Wohltätigkeitsanstalten in Elsaß-Lothringen, wohnte in Straßburg. 1864 Schriftleiter der "Pfälzer Zeitung" in Speyer, 1869 Gymnasiallehrer. Nahm 1870 - 71 am Krieg teil.
 
 

Zimmermann, Natalie: geb. 5.4.1903 in Losheim; gest. 26.9.1978 in Neunkirchen

Volksschuldirektorin, Oberstudienrätin, Erzählerin.
 
 

Zühlke, Albert: geb. 22.10.1857 in Gratz/Oder, gest. 11.2.1940 in Erfenbach/Pfalz
 
 

1893 - 1921 Chefredakteur der Saarbrücker Zeitung. Unter seiner Leitung entwickelte sich die SZ zu einem der führenden Blätter Südwestdeutschlands. 1920 Ausweisung durch die Franzosen, konnte aber nach Aufhebung der Ausweisung im Dezember 1920 nicht wieder in die Redaktion der SZ zurückkehren. 1923 - 1936 Herausgeber des Saarkalenders.
 


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