Didaktisch - moralisierend. Behandelt gesellschaftliche Rolle der Frau als Hausfrau und Mutter: "Martin hatte mit seiner schönen Elise ein paar köstliche Honigmonate verlebt. Aber allmählich merkte er mit Schrecken, daß er keine Hausfrau an ihr besaß. Sie kannte das Rechte wohl, denn sie hatte eine Zeitlang in einem ordentlichen Hause in der Stadt gedient. Aber bald ward sie lässig und bequem, vergnügungssüchtig war sie schon, und viel rechnen hatte sie nicht gelernt. Dazu kam das zweite Bübchen an, ehe das erste auf den dicken Beinchen laufen konnte. Die durch das Wochenbett entschuldigte Unordnung ward leider zur Gewohnheit. Was der Mann verdiente, ging drauf, und doch war sein Haus nicht gemüthlich." (S. 103) Tugenden der Hausfrau: Sauberkeit, Sparsamkeit und Fleiß (Vgl. Fauth: In der Schule des Lebens, Nr. 22). Wendet sich außerdem gegen sozialrevolutionäre Ideen: "Weiter ging er bei der frommen Mutter in all seiner Bitterkeit nicht, denn wenn er ihr von den sauberen Plänen eines Jost, vom ‘Strike machen’, vom ‘Theilen’ gesprochen hätte, so würde sie ihm wahrscheinlich ein anderes der zehn Gebote gezeigt haben." (S. 116) Die Reichen werden idealisiert, "hatten sie doch auch ihre Arbeit und Mühe, ihre Plage und Sorge!" (S. 123)
Dynamitmißbrauch: Bergleute entwenden Sprengstoffpatronen am Arbeitsplatz zum privaten Gebrauch, z.B. Fische fangen. Das ist nicht nur Diebstahl von grubeneigenem Material, sondern stellt auch Gefahr für Leib und Leben dar. Exemplarisch wird dies am Schicksal des Bergmanns Bernhard, der dabei die linke Hand verliert, dargestellt. Zur Strafe wird er von der Grube abgelegt und erhält auch keine Pension. Didaktische Tendenzen.
Bergmannssohn will sich nicht mit dem Lehrerseminar zufriedengeben, sondern weiter-studieren. Der Vater ist dagegen: "Nach meinem Willen wärest du Bergmann geworden, Jakob, dann hätt’ich schon seit Jahren eine Stütze an dir gehabt, weiß Gott, ich könnt’ sie gebrauchen! Aber das war euch nicht genug, dir, und meiner lieben Alten da, und dem Schulmeister, und dem Herrn Pfarrer nicht. Ihr wolltet höher hinaus... Mit vieler Mühe, großen Opfern bist du soweit gekommen, bist jetzt ein gemachter Mann... Und nun wolltest du umsatteln? Von vorn beginnen? Die schöne Stelle, den guten Verdienst mit Füßen treten und ein Hungerleider werden auf unabsehbare Zeit?" (S. 71). Zerwürfnis. Ein reicher Gönner ermöglicht dem Sohn, sein Ziel zu erreichen, vgl. auch Kirschweng: Das wachsende Reich (Nr. 7).
Rührselige Liebesgeschichte im Bergmannsmilieu. Moralisierend.
Spielt im Bergmannsmilieu. Ungeratener Sohn geht in die Fremde, kehrt geläutert zurück. Auswanderer-Problematik.
Im Stil der alten Standesdichtung. Idyllisierend.
Sentimentale Liebesgeschichte im Bergmannsmilieu.
Spielt "im ersten Viertel des neunzehnten Jahrhunderts" in einer Papierfabrik in "Adbach" (Es könnte sich um das saarländische Aschbach handeln). Patriarchalisch geführte Fabrik. Einer der Arbeiter läßt sich von lukrativem Angebot weg von Adbach in einen nicht näher benannten Industrieort (vermutlich im Ruhrgebiet) locken. Doch dort geht es der Arbeiterfamilie wesentlich schlechter als vorher. Schildert Mietskasernen-elend: "Frau Groß erschrak, als sie den hohen finsteren Kasten von Haus erblickte, in dem sie fortan mit vier anderen Familien zusammen leben sollten. Zwei dunkle, selten gefegte Treppen ging’s hinauf; mit Schaudern zog sie ihre Hand von dem klebrigen Geländer zurück. Eine Tür öffnete sich, und ohne Gruß, mißtrauisch musterte ein altes, hageres Weib die Ankömmlinge. Aus einer anderen Stube erscholl das Toben eines Betrunkenen und das Heulen seiner Angehörigen an ihr Ohr. Und oben die kahlen, verwahrlosten Räume, der eine zu groß, die übrigen zu schmal; mit der Aussicht auf eine enge Gasse und einen schmutzigen Hof ..." (S. 55) Heile Gegenwelt in Adbach: Die Arbeiter wohnen in werkseigenen Häusern mit Gärten zur landwirtschaftlichen Nutzung ("soziale Maßnahmen"). Der Fabrikherr, vermutlich nach Vorbild des Freiherrn von Stumm gezeichnet, kümmert sich persönlich um das Wohlergehen seiner Untergebenen. Indirekte Aufforderung an Arbeiter, sich in die Gegebenheiten zu fügen und der Obrigkeit zu gehorchen.
Welt unter Tage.
Im Berg verschütteter Knappe wird durch seinen Glauben so lange am Leben erhalten, bis Rettung kommt. Religiöser Hintergrund.
Moralisierend. Der Bergmann Hermann Schellenbusch erhält bei der Löhnung versehentlich zehn Mark zuviel. Trotz Gewissensbisse behält er das Geld. Doch getreu nach dem Sprichwort "Unrecht Gut gedeihet nicht" bringt ihn der kleine Betrug auf die schiefe Bahn. Er gerät in schlechte Gesellschaft, verfällt dem Alkohol. Erst als seine Mutter ihn verläßt, kommt er zur Besinnung. Er gesteht dem Schichtmeister seine Verfehlung ein. Als symbolische Bestrafung wird er für eine Woche abgelegt. Schellenbuch ändert sein Leben und alles wird wieder gut. Beleuchtet Moral-vorstellungen, aber auch Verhältnis der Bergleute zum Fiskus.
Standesehre des Bergmannsberufes.
Handelt von der Gefährlichkeit des Bergmannsberufes. Der Vollhauer Nikolaus Gütner verunglückt bei der Arbeit tödlich. Seine Witwe verlangt von ihrem einzigen Sohn Wilhelm, daß er dem Bergmannsberufe abschwöre. Widerwillig ergreift dieser einen Handwerksberuf. Als er bei einem Grubenunglück als Helfer rettend einspringt, erkennt die Mutter, daß ihre Haltung falsch war. Wilhelm wird wieder angelegt. Enthält christlich-religiöses Gedankengut von der Allmacht Gottes, verknüpft mit traditionellem Standesdenken der Bergleute.
Wendet sich an den Bergmann.
Crones Vater war königl.-preußischer Markscheider, daher rühren wohl die detaillierten Kenntnisse des evangelischen Pfarrers von den Arbeitsvorgängen unter Tage.
Bergmannsgedicht. Lob auf den Bergmannsberuf.
Kaiser wird als oberster Bergherr verehrt. In solchen und ähnlichen Gedichten zeigt sich die ganze Devotion der Saarbergleute für den obersten Landesherrn.
Liebesgeschichte. Standesbewußtsein der Bergleute. Der Bergmann Hannsjörg liebt die reiche Müllerstochter Anna-Ev. Ihr zuliebe gibt er seinen Beruf auf und wird selbst Müller. Doch der Handwerkerstand behagt ihm nicht, er kehrt wieder zur Grube zurück. Nachdem er sich bei einem Grubenunglück, bei dem er und seine Kameraden durch wundersame Weise gerettet werden, bewährt, wird er zum Steiger ernannt.
Traditionelles Bergmannsgedicht.
Analog zu Bauernregeln.
Loblied auf den Knappenstand.
Devotes Loblied auf den Obersteiger.
Tugenden eines Knappen.
Liebesgeschichte im Bergmannsmilieu.
Gedicht zu drei Photographien, die Bergleute bei der Arbeit zeigen. Humoristisch-launiges Porträt des Bergmannsberufes.
Zählt die Berginspektionen des Saarreviers auf.
Widmungsgedicht.
Melodramatische Geschichte im Bergmannsmilieu. Alkoholismus führt zu Familien-tragödie.
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Betrachtungen und Erlebnisse eines angehenden Bergmanns. Stationen: Leseband, Ablader, Grubenschlepper. Detaillierte Schilderung der Arbeitsvorgänge unter Tage.
Junger Bergmann verunglückt tödlich am Tag vor seiner Hochzeit durch "Stickwetter". Bewegende Schilderung des vergeblichen Überlebenskampfes.
Der Bergwerksdirektion gewidmet.
Loblied auf den Bergmannsberuf.
Zeigt die Kaisertreue der saarländischen Bergleute.
Werdegang des Bergmanns.
Mundartgedicht. Bergmann wird zum wiederholten Male Vater. Kinderreichtum der Arbeiter.
Handelt von Bergmann, dessen Sohn Rechtsanwalt geworden ist.
Liebesgeschichte im Bergmannsmilieu: Junger Bergmann gewinnt in der Lotterie und erwirbt von dem Geld eine Gastwirtschaft. Doch seine Braut will nur einen Bergmann heiraten. Es geht hauptsächlich um Standesbewußtsein und -ehre der Bergleute.
Geschichten um einen schreckhaften Bergmann.
Liebesgeschichte im Bergmannsmilieu. Der alte Bergmann Chrischan toleriert die Verbindung zwischen seiner einzigen Tochter und dem einfachen Hauer Willem nicht. Er hat andere Pläne. Doch der listige Vetter Matz bringt die beiden Liebenden zusammen. Guter Einblick in soziales Milieu und Probleme.
Standesdünkel. Wohlhabender Bergmannsbauer will seine Tochter nicht einem einfachen Bergmann zur Frau geben, sondern will höher hinaus. Der abgewiesene Bräutigam jedoch schlägt seinen Schwiegervater in spe mit den eigenen Waffen.
Saarbrücker Mundart. Arbeit unter Tage aus der Perspektive eines Grubenförderwagens. Rahmenerzählung. Personifikation.
Liebesgeschichte im Bergmannsmilieu. Schüchterner Bergmann bekommt doch noch seine heimlich Angebetete zur Braut.
Handelt von einem Betriebsunfall unter Tage, bei dem ein Bergmann ums Leben kommt. Detaillierte Darstellung von Arbeitsabläufen.
Bergmannsgedicht
Dem Kaiser gewidmet.
Darstellung der Arbeitsvorgänge unter Tage.
Schildert den Arbeitsunfall.
Deutschnationale Tendenzen. Arbeitseinsatz für das Vaterland
Einsatz von Maschinen - Verlust von Arbeitsplätzen.
Teilweise identisch mit "Der große Rhythmus" (Nr. 734).
Tugenden des Bergmannes.
Vetter Matz soll seiner Luwis zeigen, wie in der Grube "geschrämt" wird (= Abbau der Kohle). Oft abgewandeltes Thema. Vgl. Breinig: Der Schrämer in der Küche (Nr. 806). Vgl. Schmauch: Kathrin lernt Schrämen. Saarländische Bergmannsschnurren (Nr. 756).
Bezieht sich auf Arbeit unter Tage.
Wesensmerkmale des "Saar-Kumpels", stark tendenziös, franzosenfeindlich.
Innige Verbundenheit des Knappen mit seinem "Geleucht". Wichtigkeit und Funktion der Grubenlampe; ohne sie war man unter Tage verloren.
Arbeit und Mühsal der Bergmannsbauern, exemplarisch dargestellt an den Familien Ick und Wenz. Im Mittelpunkt der Erzählung steht die Feldarbeit, die hauptsächlich Aufgabe der Frauen war.
Anekdoten aus der Zeit, da "die Franzosen noch Besitzer der Saargruben waren". Tendenziös.
Mundart-Erzählung. Alltag in einem Bergmannsdorf. Lebensgewohnheiten.
Datiert aus dem Jahre 1932. Abdruck der Originalfassung vermutlich im Gedichtband "Knappen, Kameraden". Enthält deutsch-nationale Tendenzen gegen die französische Grubenverwaltung: Er schuftet "in fremder Fron" und "wir halten die deutsche Wacht". Später wurden die 3. und 4. Strophe im Sinne nationalsozialistischer Ideologie abgeändert. In der Fassung von 1940 wurde in der ersten Strophe die 1. und 2. Zeile vertauscht.
Milieustudie. Leben einer armen Bergmannsfamilie. Eher zwischenmenschlicher Konflikt als soziale Probleme. Einzige Bergmannserzählung Kirschwengs. "Die Welt des Grubenarbeiters und die Gruben selbst kommen in den Schriften K’s bemerkenswert selten vor, obwohl dieser Beruf zu seiner Zeit zu den typisch saarländischen gehörte." (Anmerkungen, GW Bd. 1, S. 334. Vgl. auch: Haberl: Johannes Kirschweng, S. 55)
Polen auf lothringischen Gruben. Verständigungsprobleme. Vgl. auch gleichen Titel in: Humoristische Erzählungen aus dem Bergmannsleben (Nr. 700).
Arbeit unter Tage. Durch vorgeblichen "Teufelsspuk" schüttelt findiger Bergmann seinen faulen Arbeitskameraden ab. Hintergrund: "Da Karel neben seinem Bergmannsberuf noch ziemlich Landwirtschaft betrieb, nahm er selbst auch nicht gern den Drehbohrer und den Pickel zur Hand und ließ meistens durch großen Wortschwall von den Kameraden seinen Lohn mitverdienen." (S. 204)
Ich-Perspektive. Schilderung eines Bergmannsfestes.
Thema von der "langen Schicht": Ein junger Bergmann wird unter Tage verschüttet. Ein "halbes Jahrhundert" später wird sein Leichnam unversehrt geborgen. Seine Braut, die die ganze Zeit auf ihn gewartet hat, stirbt in dem Moment, als sie den lange Vermißten wiedersieht. Basiert auf der Erzählung von E.T.A. Hoffmann: "Die Bergwerke von Falun" bzw. Johann Peter Hebels "Unverhofftes Wiedersehen". Vgl. auch Heilfurth: Der Bergbau und seine Kultur, S. 149 f.
Porträt der Hüttenstadt.
Vgl. Lohmeyer: Der Berggeist (Nr. 1582)
Stimmungsbild der morgendlichen Anfahrt.
Stimmungsbild einer Grubenanlage an Heilig Abend.
Der "alte Mann" warnt Bergleute vor "schlechten Wettern", d.h. Gasen in der Grube.
Bergmann foppt den Teufel.
Saarland als Industrieland
Bergmann mit schlagfertigem Witz
Zeigt Verhältnis von Fahrsteiger und Arbeitern.
Bergmann wird vom Berggeist für sein Fluchen bestraft. Scherzhaftes Gedicht.
Spielt im Bergmannsmilieu
Beschreibung einer Grubenanlage.
Bauarbeiter. Aufstellen einer Baubude nimmt einen ganzen Tag in Anspruch.
Erdarbeiter.
Kontinuität des Bergmannsberufes. Schicksalsergebenheit.
Doppelte Last durch Gruben- und Feldarbeit.
Geschichten um einen Schnorrer. Bergmannsmilieu
Bergmannsbauer sucht sich eine Frau aus. Handelt von "hausfraulichen Tugenden". Moralisierend.
Zwei Bergleute begegnen dem Berggeist.
Erdarbeiter.
Vgl. Lohmeyer: Maltitz und der furchtlose Bergmann (Nr. 1613)
Erinnerung an die Zeit, als die Bergleute noch zu Fuß zur Grube gingen.
Folkloristisch - idyllisierend. Heile Welt einer Bergmannsfamilie um die Jahrhundert-wende.
Schildert Leben der Bergmannsbauernfrauen. Bedeutung und Aufgabe der Hausfrau (vgl. Croon: Als der Groschen vor dem Ausgeben ..., Nr. 599).
Vgl. Breinig: Der Hohberger (Nr. 833)
Kröte zeigt Knappen eine Silberader. Spielt in der Gegend am Donnersberg.
Vermeintliches Gespenst entpuppt sich als morscher Weidenstumpf. Vgl. Breinig: Die weiße Frau im Haustadter Tal (Nr. 865).
Schlüsselerzählung. Franzosenfeindliche Tendenzen und Polemiken wurden als Märchen verschlüsselt. Inhalt: Spielt zur Zeit, "als die reichen Gruben an den Grenzen des Reiches den Fremden gehörten" (S. 20), d.h. als das Saargebiet unter französischer Verwaltung stand. Ein Bergmann trifft einen Fremden "mit einem gelben Gesicht, stechenden Augen und einem Hinkfuß". Anspielung auf den Teufel, meint gleichzeitig aber auch die französischen Aufsichtsbeamten (Gleichsetzung: Teufel - Erbfeind, d.h. Franzosen) (S. 20). Dieser Fremde fordert von dem Knappen, er solle ihm seine Seele verkaufen (Beitritt zum Saarbund). Doch der Bergmann widersteht dem Angebot. Der Fremde versucht ihn mehrmals vergeblich, bietet ihm ein besseres Haus und beruflichen Aufstieg zum Steiger. Da der Bergmann nicht darauf eingeht, folgen schlechte Zeiten: Schichten werden gestrichen, schließlich wird er entlassen. Doch der Bergeist, das "Gruben-männchen", steht ihm bei. Kernsatz der Erzählung: "Bleibe der Heimat treu".
Handelt von Installateur beim städtischen Gas- und Wasserwerk.
Wechsel vom Schreiberberuf zum Bergmannsstand, da dieser höheres Ansehen genoß. Naiv - idyllisierende Darstellung.
Gilt dem saarländischen Bergmannsbauern.
Weihnachten in einer Bergmannsfamilie. Der Vater muß am Heiligen Abend zur Schicht. Idylle.
Zahltag. Alkoholkonsum der Arbeiter.
Schicksal eines Bergmanns. Vgl. auch An der Saar zuhaus (Nr. 50), S. 26 ff.
Alltag einer armen Bergmannsfamilie
Nur Feldarbeit. Handelt wieder von der Bergmannsbauernfamilie Ick (Nr. 699)
Schmauch schildert das Leben seines Vaters, der Bergmannsbauer war.
Ein Bergmann und sein Schrebergarten.
Erzählungen aus dem Leben der Bergleute.
Berufsbedingtes Augenleiden alter Bergleute
Berufstätige Frauen in der Kleinindustrie.
Episode aus Pettos Roman "Und die Erde gibt das Brot" (Nr. 10). Hauptfigur Karrenschmidt ist im Roman Heinpeter.
Barbara - Verehrung der Bergleute.
Wochenende im Bergmannsdorf um die Jahrhundertwende. Bergmannsfest.
Bergmann lauert einem Hühnerhabicht auf, der seine Hühner schlägt.
Schlagfertiger Bergmann gegen Fahrsteiger. Hinweis auf Fernpendler.
Mehrere Anekdoten, betreffen Arbeit der Bergmannsbauern, Trunksucht vieler Bergleute.
Kleiner Unfall unter Tage, Knappschaft soll zahlen. Zu den Anfängen der Knappschafts-kassen vgl. Mallmann/Steffens: Lohn der Mühen, S. 21.
Pfälzer Bergmann in der Woche im Quartier.
Derber Humor um ein Original. Wirkung von Rizinusöl.
Alkoholproblem.
Erzählt vom verbotenen "Häuser bauen" in der Grube, einem Hohlraum, in dem die Bergleute, verborgen vor den Augen des Steigers, ein Schläfchen halten konnten. Eines Tages rächt sich der Berggeist für das Vergehen. Elemente der Bergmannssage.
Bergmann verwechselt Hasenfutter mit dem "Schichtbrot".
Bergmannsstreiche bei der Arbeit unter Tage.
Zwei Buben wollen Bergmann werden, da Bergmannskinder die Schulbücher von der Knappschaft gestellt bekommen. "Große Freude herrschte unter den Bergmannskindern, wenn der Knappschaftsälteste in die Schule kam und ihnen die eingeführten Schulbücher aushändigte. Es bestand der schöne Brauch, daß die Bergmannskinder sich die notwendigen Schulbücher nicht zu kaufen brauchten, sondern sie von der Knappschaft zugeteilt bekamen. Ein Bergmannskind nach dem anderen wurde vorgerufen, und jedes erhielt kostenlos einen Arm voll nagelneuer Bücher: eine Bibel und einen Katechismus, ein Lesebuch und ein Rechenbuch, ein Gesangbuch mit Noten und ein Liederbuch." (SBK 1949, S. 153). Authentisch: Nach Reglement, Satzung und Statuten des Knappschaftsinstituts und -vereins von 1817 erhielten die Kinder der Bergarbeiter Zuschüsse zum Schulgeld und in der Volksschule die Schulbücher kostenlos. Diese Regelung blieb bis 1945 bestehen (Laut Auskunft der Bundesknappschaft Saarbrücken).
Arbeitermilieu in Saarbrücken um die Jahrhundertwende.
Variation des Berggeistmärchens.
Märchen. Handelt von armer Bergmannswitwe und ihrem Sohn.
Alte Anekdoten aus der "Hilgerzeit" (vgl. Mallmann: Die Anfänge der Bergarbeiter-bewegung, S. 271) neu verfaßt.
Sentimentale Liebesgeschichte im Bergmannsmilieu. Spielt während und nach dem Zweiten Weltkrieg.
Sentimentale Liebesgeschichte. Einfacher Bergmann liebt die Pflegetochter des Obersteigers. Der macht ihm klar, daß diese Verbindung durch das soziale Gefälle unmöglich sei: " Dann nahm er es auch dem alten bärbeißigen Obersteiger nicht übel, daß der damals zu ihm gesagt hatte: ‘Wo Unterschiede sind, Henner - da müssen auch Schranken sein - bleib jeder im Seinen!’ und ihm kurzerhand den weiteren Umgang mit Jutta verboten hatte" (S. 144) Als er das Mädchen aus einer Feuersbrunst rettet, erhält er doch noch die Zustimmung des Obersteigers.
Bergmannsgedicht.
Spielt um die Jahrhundertwende. Arbeitsmoral unter Tage.
Erste Anfahrt eines jungen Bergmanns. Darstellung der Arbeit unter Tage (vgl. Bulgis: Hannsjörgs erste Grubenfahrt, Nr. 658). Das Leben als "ewiger Schichtwechsel" (vgl. Pettos "Saarbergmannskind", Nr. 34).
Anekdoten um pfiffige und trinkfreudige Bergleute.
Neugierige Bergmannsfrau möchte gerne einmal mit in die Grube einfahren. Ihr Mann demonstriert ihr die Einfahrt (= Seilfahrt) in der Scheune. Vgl. P. K.: Vom Vetter Hannes un sei Gret (Nr. 924). Vgl. Schmauch: Kathrins Seilfahrt (Nr. 756)
Rauchverbot unter Tage.
Spielt in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Anekdoten um ein Elversberger Original. Erwähnt werden polnische Arbeiter auf Grube Heinitz.
Bergmannsstreich.
Tod eines alten Bergmanns. Auch in "An der Saar zuhaus" (Nr. 50), S. 97 f.
Schicksal eines Bergmannes.
Spielt in den zwanziger Jahren in Rentrisch und Umgebung. Handelt vom "Blaumachen".
Streiche unter Bergleuten
Zwei voneinander unabhängige Anekdoten aus den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts, die erste aus dem Raum Elversberg (nicht typisch bergmännisch), die zweite spielt auf Grube Luisenthal.
Es geht um einen kahlköpfigen Bergmann.
Bergmannshumor um den vierbeinigen Arbeitskameraden. Pferd als Zeuge benannt.
Bergmann wird Seemann, kehrt aber nach wenigen Monaten reumütig in seinen alten Beruf zurück.
Mundart. Bedeutung des Bergmannsstandes für die Wirtschaft.
Häufig variiertes Thema. Vgl. Klasen: Vom Vetter Matz un sein Luwis (Nr. 693). Vgl.: Schmauch: Kathrin lernt Schrämen (Nr. 756). Vgl. auch Heilfurth: Der Bergbau und seine Kultur, S. 260.
Bergmann foppt den Gerichtsvollzieher. Hintergrund: Alkoholismus und Geldnot.
Sterben eines ehemaligen Bergmanns.
Bergmannsschicksal: Erlebnisse und Erfahrungen im Beruf.
Notlage eines alten und kranken Bergmanns, der weiter in der Grube arbeiten muß.
Vorliebe der Bergleute für Kautabak
Derbe Wesensart eines verheirateten Bergmanns.
Typ des tüchtigen Bergmanns mit Haus und Viehzucht, der dennoch ab und zu dem verbreiteten Laster der Bergleute frönt: Trinkfreudigkeit.
Spielt vor dem Ersten Weltkrieg in einer alten Erzgrube. Zwei Hauer glauben, den Berggeist gesehen zu haben.
"Bergmannsgarn" um Grubenpferde.
Besucherführung in der Grube.
Grubengeist hilft armer Bergmannsfamilie. Wissenswertes über Kohle und ihre Verar-beitung.
Um die Jahrhundertwende. Bezieht sich auf die "Stempelsteiger", Bergarbeiter, die ohne Studium zum Steiger ernannt wurden. Unfallverhütung unter Tage.
Spielt im Köllertal, in der "alten Grube Lampennest". Arbeit unter Tage. Unfall während der letzten Schicht des Bergmanns Glauber Michel: Sein ältester Sohn Karl wird verschüttet, kann aber gerettet werden.
Variation der Geschichte um die Entdeckung der Kohlen im Brennenden Berg. Moral hier: "Wer heimlich gräbt, gerät in des Teufels Hölle". (S. 19) Bezieht sich vermutlich auf jene Epoche, da das Kohlenraffen von Bergehalden für den Privatverbrauch verboten war.
Aus der Völkerbundszeit, Franzosenhaß. Vorlage zu dieser Anekdote, vgl. Anonym: Auch der Saarbergmann (Nr. 972 )
Unter Tage, Kostproben eines urwüchsigen Humors.
Kauenwärter vergreift sich am "Schichtbrot" des Obersteigers. Der kuriert ihn mit einer List.
Berginvalide als listiges Faktotum des Obersteigers. Organisiert sich mit einem Trick die Hühner der Frau des Obersteigers.
Bergmann hilft einem Wichtelmann, der ihn dafür reich belohnt. Spielt in Wallerfangen.
Entdeckung der ersten Kohlen bei Sulzbach. Vgl. Kirch: Die schwarzen Diamanten (Nr. 1605). Jungmann: Diamanten am brennenden Berg (Nr. 609). Und: Diamantensucher am brennenden Berg (Nr. 871).
Spielt um die Jahrhundertwende. Handelt von einem Arbeitsunfall beim Sprengen unter Tage.
"Hasebrot" sind die Reste, die die Bergleute vom Schichtbrot mit nach Hause bringen.
Sagen um den Hohberger. Begegnungen von Bergleuten mit dem Geist. Laut Heilfurth enthalten diese Sagen unterschwellige Sozialkritik: "Deutlich steht sie hinter den Berichten über Unterdrückung und Ausbeutung der Arbeiter durch Gewerken und Bergbeamte." (Heilfurth: Sagenüberlieferung. In: Ders.: Der Bergbau und seine Kultur, S. 221)
Spielt in Püttlingen im Jahre 1885. Damals verwendete man zum Zünden der Sprengla-dungen mit Schwarzpulver gefüllte Strohhalme, die von den Bergleuten selbst zuhause nach der Schicht präpariert wurden. Dem Altmeyerhonnes passiert dabei ein Miß-geschick. Die Folgen: schwere Verletzungen und somit Arbeitsunfähigkeit. Da es weder Krankengeld noch Invalidenrente gab, wurde die Familie von der "Bruderlade" finanziell unterstützt.
Streiche der Bergleute unter Tage bei der Arbeit.
Ein weiteres Stückchen um den Rittenhofer Felix. Siehe auch "Wasser ist viel zu teuer" (Nr. 845).
Spielt in den zwanziger Jahren. Weihnachten in einer armen Bergmannsfamilie.
Schicksal eines einfältigen Bergmanns. Spielt vor allem während und kurz nach dem Zweiten Weltkrieg.
Werdegang eines Bergarbeiters. Aufstieg zum Steiger. Arbeit unter Tage. Streikbewegung.
Spielt vor dem Ersten Weltkrieg. Bergmännchen helfen faulen Bergleuten. Durch Leichtsinn verscherzen sie sich deren Gunst.
Bergmann will mit seiner Familie nach Australien auswandern. Gespräch mit einem Kind bringt ihm wieder die Werte der Heimat nahe.
Glasmacherberuf. Vgl. auch Kirschweng: Der harte Morgen (Nr. 31). Und: Die Glas-macherin (Nr. 1609).
Völklinger Bergmannsschnurre. Vater und Sohn in derselben "Kameradschaft" unter Tage. Ähnliches Thema aus dem pennsylvanischen Kohlenbergbau bekannt. Vgl. Heilfurth: Der Bergbau und seine Kultur, S. 259
Erzählt von einem Köllerbacher Original, einem Bergmann, der als Nebenerwerb einen Friseurbetrieb unterhielt.
Erzählung in Briefform. Schildert das harte Leben, besonders der Bergmannsbauern-frauen, in den Anfangsjahren des 20. Jahrhunderts.
Junger Bergmann reißt nach Streit mit seinem Vater von zu Hause aus. Motiv des "verlorenen Sohnes".
Spielt um 1870. Ehemaliger Soldat aus dem Spessart findet Arbeit auf der bayrischen Steinkohlengrube St. Ingbert.
Leben eines Grubenpferdes unter Tage.
Bergmann als "Hausmann". Haushalt ist strapaziöser als Arbeit vorm Stoß.
Bergmann auf Italienreise. Vergleicht alles, was er sieht und erlebt, mit seiner Arbeit unter Tage.
Auswandererschicksal. Heimatverbundenheit.
Handelt von einem Püttlinger Original. Kinderreichtum in früheren Zeiten.
Grubenmäuse fressen Schichtbrote der Bergleute.
Schildert das Leben der "Hartfüßler" vor über hundert Jahren.
Kinderreiche Bergmannsfamilie (20 Kinder). "Hohe Kinderzahl war eine Konstante, ..." Vgl. Mallmann: Die Anfänge der Bergarbeiterbewegung, S. 37.
Bergleute legen ortsfremde "Hergelaufene" herein. Bergmannsbauernmilieu.
Gehört ebenfalls zur Gruppe der "Glück - auf -Gedichte".
Erlebnis von Bergleuten auf dem Nachhauseweg nach der Schicht
Spielt gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Erlebnis von Bergleuten auf dem Nachhauseweg vom Schlafhaus in ihre Hochwald-Dörfer.
1. Strophe geändert. Nationalsozialistisches Gedankengut wurde entfernt. Verknüpfung des Ostermythos, der teils heidnischen, teils christlichen Ursprungs ist, mit dem Bergmannsberuf. Nationalsozialistischer Sinngehalt, geht in der purgierten Fassung verloren.
Lebensalltag des Bergmannsbauern.
Glück-auf-Gedichte handeln vom traditionellen Bergmannsgruß. Zu dem bergmännischen Gruß "Glück - auf", der den "Wunsch nach gutem Gelingen beim Erschließen, Abbauen und Fördern der Bodenschätze" enthält: "Im Bergmannsgruß symbolisieren die Begriffe ‘Glück’ und ‘auf’ den schicksalshaften Erwartungshintergrund des bergmännischen Berufs unter den Impulsen von Hoffnung und Wagnis in besonderer Weise. Der Anruf des Glücks in der ganz speziellen Nuancierung, die durch die Montansituation gegeben ist, und die Bedeutung der "Chance", die durch das ermutigende "auf" beschworen wird, bestimmen den Bezugsrahmen der Losung, durch die das Bergmannstum eine eigene Grußtradition von hohem Sinnwert und zusammenhaltender Ausstrahlung gewonnen hat und damit zugleich auch über ein lebenskräftiges umfassendes Kennwort für seine kulturelle Eigenart verfügt. Die Komponenten des Begriffspaares bringen Wesen und Funktion des Bergbaues einprägsam zum Ausdruck." (Heilfurth: Der Bergbau und seine Kultur, S. 277) Diese Grußformel wurde 1575 erstmals genannt und ist seit Ende des 17. Jh. als bergmännischer Gruß gebräuchlich. Während dieser Gruß ursprünglich eine religiöse Bedeutung hatte (Heilfurth, ebd.), kam ihm später eine eher kommunikative Funktion zu: "Glück auf" ist Ausdruck des Zusammengehörigkeitsgefühls der Bergleute und spielte auch im Arbeitskampf eine wichtige Rolle. (Vgl. Heilfurth: Der Gruß "Glückauf". In: Der Bergbau und seine Kultur, S. 277 f.)
Historisierende Erzählung um die Entdeckung der ersten Kohlen am Brennenden Berg bei Dudweiler. Typische Sage, die vom Fund der Bodenschätze handelt. (Vgl. Heilfurth: Sagenüberlieferung. In: Ders.: Der Bergbau und seine Kultur, S. 217 f.)
Ernährungsgewohnheiten der Bergmannsfamilien.
Strophe geändert. Nationalsozialistisches Gedankengut entfernt.
Liebesgeschichte aus der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg. Spielt unter Tage: Arbeits-atmosphäre in der Grube.
Bergmannsgedicht
Darstellung der Arbeit unter Tage.
Verbindet moderne Themen (Beschreibung einer Förderanlage) mit Stilmitteln der Romantik. Nähe zu Mörike.
Rührende Geschichte um pensionierten Bergmann.
Arbeit unter Tage.
Falsche Fossilien im Kohlenflöz. Bergmannsulk.
Arbeit unter Tage.
Letzte Strophe geändert, von deutsch-nationalenTendenzen gereinigt.
Spielt nach dem Zweiten Weltkrieg. "Organisieren" von Arbeitsmaterial auf der Grube.
Arbeit unter Tage.
Drei humorige Erzählungen aus dem Bergmannsleben um die Jahrhundertwende. Basieren auf alten Anekdoten.
Zur Bedeutung des Bergmannshauses vgl. auch die Erzählungen von Kirschweng: Das Haus (Nr. 30) und Croon: Sparen für ein Häuschen (Nr. 599)
Rahmenerzählung. Behandelt verschiedene saarländische Bergmannssagen.