Leben eines subalternen Hüttenbeamten. Beschreibung der Hüttenlandschaft.
Im Hintergrund Streikgeschehen von 1899. Informationen über Streikende und Streikbrecher.
Vgl. als Variante: Jungmann: Der Fastnachtsmuffel (Nr. 890)
Erziehungsprobleme der Arbeiter, die während der Woche nicht zu Hause sind.
Arbeit unter Tage: Typ des Arbeiters, der andere dieArbeit machen läßt.
Grund: Betrunkene Bergleute treiben Unfug. Vgl. auch Mallmann: Die Anfänge der Bergarbeiterbewegung, S. 42
Thema erscheint in abgewandelten Anekdoten. Bezieht sich auf Bestechlichkeit der Beamten. Vgl. Mallmann: Die Anfänge, S. 34
Ballade. Bergmann opfert bei Grubenunglück sein Leben, um den ihm verhaßten Steiger, der ihm seine Braut nahm, zu retten. Vermutlich latent franzosenfeindlich; der Steiger wird als "fremder Mann mit den funkelnden Blicken" apostrophiert.
Bergmannsschwank.
Spielt in der Völkerbundszeit auf einem saarländischen Hüttenwerk. Deutscher Beamter als Protegé der Franzosen wird von den Arbeitern verachtet. Vgl. Mallmann/Steffens: Lohn der Mühen, S. 167
Siehe auch Bungert/Lehnert: Hann mir gelacht. Anekdoten, Witze und Episoden im Saarland, S. 20. Vgl. auch Bungert/Mallmann: Bergmannsgeschichten von der Saar, S. 23
Original - kurzsichtig - hält Frosch für seine Wurst.
Vgl. Christoph, A.: Der graue Star (Nr. 536). Und: Anonym (e.): Der graue Star (Nr. 484). Hinweis auf die häufigen Augenerkrankungen der Bergleute.
"Referendare" aus der Mark und dem Harz auf Grube Heinitz. Gleiche Thematik wie in den Anekdoten: Bergmännische "Drucksachen" (Nr. 947). Hier auf die Referendare bezogen, dort auf die französischen Ingenieure.
Bause Len (= Base Helene), eine Frau aus dem Arbeitervolk, schlagfertig, auf dem Weg zur Hütte, um dem Mann das Mittagessen zu bringen.
Hüttenarbeiter durch Aussperrung in Not geraten. Bergleute spielen ihm einen Streich.
Abkehr von der Grube, gleiches Thema wie bei Schön: Die Abkehr (Nr. 1549).
Die Saarknappen "... erfreuen sich eines harmlosen Humors". Kostproben dieses Humors.
Sprachschwierigkeiten der französischen Ingenieure auf den Saargruben. Franzosen-feindlich, Lächerlichmachen als Ventil des Hasses.
Verächtlichmachung der französischen Aufsichtsbeamten. Sprachschwierigkeiten als Vorwand.
Arbeitermilieu. Not und Armut.
Typische Anekdote aus der Franzosenzeit. Sprachschwierigkeiten.
Spielt in den 80er und 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Nebenverdienst einer Bergmannsfrau als Hausiererin
Spielt während der Saarbesetzung durch die Franzosen. Gretel verläßt ihren Bräutigam, einen Bergmann, wegen eines Beamten der französischen Grubeninspektion. Soziale Problematik: Sie will lieber einen Beamten, "der feiner un stolzer is" als ein Bergmann. "Un wo ich nit immer schmutzige Schaffkleider zu waschen hab". Der Beamte entpuppt sich allerdings als zweifelhafte Existenz, was schon die Tatsache beweist, daß er naturalisierter Franzose ist. Franzosenfeindliche Tendenzen. Gute Darstellung des kleinbürgerlichen Milieus in den Bergmannsdörfern.
Anlehnung an "Jägerlatein" nach der Art Münchhausens. Heilfurth deutet dies als "Imponierhaltung" (Heilfurth: Der Bergbau und seine Kultur, S. 261).
Bergleute spielen dem Obersteiger einen Streich.
Zusammenreihung mehrerer Anekdoten. Gelegenheitsarbeiter als Ziel der Fopperei.
Liebesgeschichte
Vgl. Breinig: Die Seilfahrt in der Scheune (Nr. 791). Vgl. Schmauch: Kathrins Seilfahrt. (Nr. 756).
Vgl. Krajewski: "De Sense Edward" (Anekd.)
Antifranzösische Tendenzen, betrifft den Bergmannsgruß.
Gewitzter Bergmann foppt seinen Obersteiger.
Franzosenfeindliche Tendenzen, Mißverständnisse durch Sprachschwierigkeiten.
Resolute Bergmannsfrau, Kinderreichtum der Bergarbeiterfamilien. Vgl. auch Mallmann: Die Anfänge, S. 37
Franzosenfeindlich. Politisch. Bezichtigt Frankreich der rücksichtslosen Ausbeutung der Saargruben.
Vorliebe der Bergleute, andere lächerlich zu machen - "Spitznamen".
Zur Zeit der franz. Verwaltung kamen Bergleute aus "aller Herren Länder" zu den Saargruben. Sprachschwierigkeiten eines Polen.
Franzosenfeindlich: Sprachschwierigkeiten.
Fabrikarbeiter. Gesellschaftliches Problem: Alimentenzahlung.
Spielt auf Grube Camphausen, Niedriglohnpolitik des Fiskus.
Tendenziös, franzosenfeindlich.
Rahmenerzählung. Gefahren bei der Arbeit unter Tage.
Das Saarland als Industrieland.
Erzählt von der Gewohnheit eines Bergmanns, sich trotz Verbot "einen hinter die Binde zu gießen", wie es zum Leidwesen der Grubenverwaltung häufig unter Tage vorkam.
Bezieht sich auf sog. "Bergmusik", d.h. bergmännische Musikkapellen.
Arroganz der oberen Gesellschaftsschichten gegenüber Arbeitern.
Verklärung der "preußischen Zeit", franzosenfeindlich: "Saarbundfahrhauer". Vgl. Mallmann/Steffens: Lohn der Mühen, S. 167 f.
Halberger Hütte in Brebach. Hinweis auf Übersiedler aus "Asbach" in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts.
Zimmerhauer auf Grube König - Weigerung, einen "Bruch" zu beseitigen. Arbeitsver-weigerung wird als Mut gegen Vorgesetzte ausgelegt. Bergarbeitermentalität.
Drei Anekdoten, gleiche Thematik, naiver Humor: Französische Ingenieure werden wegen Sprachschwierigkeiten lächerlich gemacht.
Geschichte um einen gierigen Bergmann.
Abwertung der Sozialdemokratie, tendenziös.
Erdarbeiter bei der Arbeit. Vgl. Schröder: Nickel Bender und das Hindernis (Nr. 740).
Bergarbeitermilieu, handelt vom Schichtenbrot eines Jungbergmannes.
Russische Kriegsgefangene aus dem Ersten Weltkrieg im Arbeitseinsatz auf Saargruben.
Humoristische Anmerkung zur Arbeitslosigkeit. Es könnte sich beim Verfasser dieses Gedichtes um den St. Ingberter Schneidermeister Jantzer handeln, einen Zeitgenossen und Kritiker des Heimatdichters Karl Uhl.
Tendenziös, antifranzösisch. Beruht angeblich auf Tatsachen. Ein Bergmann wird von der französischen Grubenverwaltung schikaniert, da er sich nicht naturalisieren lassen will. Schließlich wird er unter einem Vorwand entlassen. Er zieht mit seiner Familie nach Westfalen.
Erzählung um das Grubenunglück in Maybach 1930. Vgl. Dickmann: Bergmannslos (Nr. 590)
Bergwerksunglück.
Verbotener Alkoholkonsum unter Tage.
Doppelbelastung durch Gruben- und Feldarbeit.
Heiligenwalder Original. Im Hintergrund soziale Not, der Sohn muß zum Militär und fällt als Miternährer aus.
Bergmannslatein. Vgl. Heilfurth: Der Bergbau und seine Kultur, S. 261 f.
Eine mühsame und ungeliebte Beschäftigung der Bergmannsfrauen: die Arbeitskleidung zu flicken. Mit hintersinnigem Humor kuriert ein Bergmann seine Ehefrau.
Bergmannsoriginal aus Elversberg. Mißverständnis durch Sprachverdrehung.
Not stumpft die Menschen ab. Mitglied der Halberger Knappschaft kauft für das Sterbegeld des Kindes "uf de(m) Markt ä Wutzje".
Bergmannsmilieu. Bescheidener Witz um regional bekannte Familiennamen: Prinz, Fürst, König. Vgl. Anekdote bei Lotte Schmidt: Saarländisches Schmunzelbuch (Nr. 48), S. 92.
Harmloser Bergmannsulk.
Kostgänger in der Bergarbeiterfamilie und daraus häufig resultierende Folgen. Vgl. Mallmann: Die Anfänge, S. 40 - 41
Hinweis auf Zuwanderer aus der Pfalz im 19. Jh., Heimweh.
Vier Anekdoten: Die eine betont "Besonderheiten und Humor des Saarbergmanns" - Schnapstrinken unter Tage und die Folgen. Die anderen spielen in der Franzosenzeit: Französische Beamte werden wegen Sprachschwierigkeiten lächerlich gemacht.
Alter Brauch katholischer Bergleute: die Feier des Namenstages.
Bergmannsstreich.
Bergmann versucht sich Invalidenrente zu ergaunern.
Patriotisch. Vermutlich im Vorfeld der Saarabstimmung geschrieben. Tendenz: Heim zu Deutschland. Das Stück "Ein Volk will heim" ist bibliographisch nicht nachgewiesen.
Spielt in den zwanziger Jahren im Saargebiet. Deutschnational, aber differenziert: Auch der Franzose wird nicht diffamiert, sondern menschlich fair dargestellt.
Kleintierhaltung der Bergleute.
Völkerbundszeit, franzosenfeindlich: Ausbeutung durch Frankreich.
Spielt auf Grube Heinitz um die Jahrhundertwende, Steiger aus dem Ruhrgebiet.
Franzosenfeindlich, Vorurteile (".die auch sonst offensichtliche Rückständigkeit der westlichen Nachbarn")
Tendenziös, Verachtung der Statusquoler.
Franzosenzeit, franz. Beamte als Zielgruppe des Bergmannshumors.
Handelt "im Anfang der Besetzung der Saargruben" nach dem Ersten Weltkrieg.
Spielt im Heinitzer Schlafhaus um die Jahrhundertwende.
Steiger als Zielscheibe des Bergmannshumors.
Melodramatische Geschichte um einen Bergmann.
Bergmannshaus. Berichtet von den Mühen, die notwendig waren, um es zu erbauen. Vgl. die Erzählungen von Kirschweng: Das Haus (Nr. 30) und Croon: Sparen für ein Häuschen (Nr. 599).
Schicksalhaftes Erlebnis eines jungen Bergmanns. Spielt während des Spartakusauf-standes.
Neue Variation des Themas "Bergmannsbauern". Leicht franzosenfeindliche Tendenz.