Was ist Open Access?

Open Access bezeichnet den kostenfreien und unbeschränkten Zugang zu wissenschaftlichen Informationen. Wissenschaftliche Literatur als Ergebnis öffentlich finanzierter Forschung soll für alle Interessierten weltweit kostenlos im Internet verfügbar sein. Sofern die Rechte der jeweiligen Autorin/des Autors nicht verletzt werden, ist eine Weiterbearbeitung und -verwendung dieser Literatur erlaubt.

Budapest Open Access Initiative (BOAI)

Die 2002 veröffentlichte Erklärung der Budapest Open Access Initiative ist die erste von zahlreichen nationalen und internationalen Initiativen, die den freien Zugang zu wissenschaftlichen Informationen fordern. Sie bezog sich zwar ausdrücklich auf Aufsätze in Peer-Review-Zeitschriften, bildete aber die Grundlage aller weiteren Erklärungen. Das Ziel des Open Access soll dabei durch zwei Strategien erreicht werden:

  • Self-Archiving (oder Selbstarchivierung): Die Speicherung wissenschaftlicher Aufsätze in elektronischen Archiven. Diese Variante wird grüner Weg oder grüner Open Access genannt.

  • Etablierung von Open-Access-Zeitschriften: Die Erstveröffentlichung in Open-Access-Zeitschriften und -Verlagen wird als goldener Weg oder Gold Open Access bezeichnet.
Berliner Erklärung

Als Meilenstein der Open-Access-Bewegung gilt die am 22. Oktober 2003 veröffentlichte Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen. Im Unterschied zur BOAI beschränkt sie Open Access nicht auf Literatur, sondern fordert den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen und dem kulturellen Erbe in jeder Form. Als Open-Access-Veröffentlichungen gelten demnach auch Metadaten und digitale Darstellungen von Bildern und Graphiken.

Gründe für Open Access
  • Öffentlich finanzierte Forschungsergebnisse sind für alle Interessierten weltweit frei zugänglich.

  • Die beschleunigte Kommunikation fördert die Weiternutzung und den Fortschritt in Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.
  • Aufgrund der freien Zugänglichkeit werden die Dokumente häufiger genutzt und zitiert.

  • Autoren behalten im Idealfall die Verwertungsrechte ihrer Veröffentlichungen.
  • Open-Access-Dokumente sind über Suchmaschinen wie BASE und Google Scholar zu finden und sofort verfügbar.